Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Ioana Miron, Schriftstellerin
Lara Bumbacher, Schauspielerin
Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.
Foto: Ioana Miron_ privat
Fotos: Lara Bumbacher, Schauspielerin _ Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz _ Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig 12/21
im Interview _ Ioana Miron, Schriftstellerin _ Bukarest
Liebe Ioana, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Lieber Walter, ich glaube, dass es der lebendige, grüne, kantige Stil ist, das mich an Ingeborg Bachmann schikt. Ich glaube, wir beide verstehen es, in die Tiefe des Seins zu blicken, wir verstehen es, jedes Gefühl zu analysieren, wie tief es auch sein mag, wir verstehen es, jeden Faden aufzunehmen und ihn zu einem Knäuel zu verwickeln, nämlich jenem des geschriebenen Bewusstseins, der Literatur, die wir als Lebensstil angenommen haben.
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Sie nutzt die Sprache und ihre Kraft in hohem Maße. Es ist eine Mischung aus Autorität und lyrischer Klarheit, ein spielerisches Gleichgewicht zwischen Intellekt, Emotion und existenziellen Spannungen. All dies wird einzeln betrachtet, verschmilzt aber letztendlich auf künstlerische Weise mit einer einzigartigen Präzision, die immer wieder fasziniert. Ihr Stil besitzt eine zeitlose Lebendigkeit.
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?
Die gestundete Zeit und Der Fall Franza diese beiden Werke sind meiner Meinung nach Meilensteine, sowohl was ihre Schriften betrifft als auch meine spätere Entwicklung als Schriftstellerin. Wenn man Texte findet, mit denen man sich identifizieren kann, wird der Weg des schriftstellerischen Schicksals immer klarer.
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Ich hätte sie gefragt, wie sie dasselbe Bild, dieselbe Silhouette oder dieselbe Figuren wahrnehmen kann, wenn sie von unterschiedlichen Gemütszuständen beherrscht wird. Wie sie den Regen betrachtet, wenn sie traurig oder glücklich ist, wie sie sich in einem Museum verirrt und was sie dann erzählt. Wie sie die Zustände, die sie in den Gesichtern der Menschen ablesen kann, interpretiert.
Ich würde ihr auch sagen, dass ich mich in ihr wiederfinde, als hätten wir als Kinder zusammen gespielt und unsere Wege hätten sich irgendwann unwiderruflich getrennt. Doch ihr Eindruck, das, was in unserer gemeinsamen Erinnerung geblieben ist, würde mich immer leiten.
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Meine Hauptprojekte sind meine Kinder. Es ist mir sehr wichtig, dass sie zu Menschen mit einem ausgeprägten Charakter heranwachsen. Daher schreibe ich still, übersetze viel, entdecke Welten durch die Verse und epischen Passagen von Schriftstellern. Ich möchte nicht so sehr poetische oder epische Stile kennenlernen, sondern auch Fragmente von Leben, die darin geschildert werden. Meine Projekte scheinen sich von selbst zu entwickeln, ich gebe ihnen nur die Richtung vor, und wenn die Zeit reif ist, werden sie sich von selbst bemerkbar machen. So finde ich zu mir selbst zurück, erschaffe mich neu, stelle mich wieder zusammen: durch Schreiben.
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
»Lesen ist ein Laster, das alle anderen Laster ersetzen kann oder zuweilen an ihrer Stelle intensiver allen zum Leben verhilft, es ist eine Ausschweifung, eine verzehrende Sucht. Nein, ich nehme keine Drogen, ich nehme Bücher zu mir, Präferenzen habe ich freilich auch, viele Bücher bekommen mir nicht, einige nehme ich nur am Vormittag ein, andere nur in der Nacht, es gibt Bücher, die ich nicht loslasse, ich ziehe herum in der Wohnung mit ihnen, trage sie vom Wohnzimmer in die Küche, ich lese stehend im Korridor …«
Aus dem Roman Malina
Weil ich selbst büchersüchtig bin. Und neben meinem Bett liegen immer Bücher. Edvard Munchs Tagebuch, Thomas Manns Doktor Faustus, Die stumme Patientin von Alex Michaelides, Being a manvon Siri Hustvedt, Michael A. Singers Die Seele wird frei sein… Und viele andere, die wiederkehren oder umherirren wie die Träume.
Herzlichen Dank für das Interview!
Ioana Miron, Schriftstellerin
Zur Person/über mich _ Ioana Miron, geboren 1989 in Botoşani, Rumänien, schreibt Gedichte und hat vor kurzem Zeit begonnen, mit Prosa zu jonglieren, um ihre eigene Realität zu überdenken und zu polieren. Sie übersetzt Gedichte und Prosa aus dem deutschen und nordischen Raum. Sie ist auch Illustrator und Grafiker und Mitglied für Pen Rumänien. Sie lebt derzeit in Bukarest. (Iona Miron, 11/2022)
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Petra Mickl, SchriftstellerinLisa Kröll, Schauspielerin
Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann
Foto: Petra Mickl _ privat.
Fotos: Lisa Kröll, Schauspielerin _ Wien _ acting Malina _ Ungargasse/Romanschauplatz Malina _ Wien Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig 1/22
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _ * 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien
Im Interview _ Martina Stilp, Schauspielerin _ Wien
Liebe Martina, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?
Mit Erni´s Eintreten ins Theater kam immer auch ein Hauch von Kraft mit ihr mit. Naturkraft, Lebenskraft. Erzählkraft.
In der Kammerspiele-der-Josefstadt Produktion „Harold und Maude“ ( Premiere war genau an ihrem 90.Geburtstag, am 26.1.2017) hat sie sich so pudelwohl gefühlt, dass sie uns alle in ein Wirtshaus in ihrem Waldviertler Wohnort einlud und uns danach noch ihren Garten und ihr Haus zeigte. Barfuß sind wir über ihre Teppiche und Holzböden marschiert und sie hat uns geduldig und leidenschaftlich jedes Bildchen an der Wand, alles was wir wissen wollten, erklärt.
Sie konnte in der Seele des Gegenübers das Wahre entdecken. Zum Beispiel Ängste, Unsicherheiten oder Komplexe… Ihr blieb nichts verborgen…
Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?
So unprätentiös, angstfrei und kompromisslos sie persönlich war, so war auch ihr Spiel! Eine herrliche Purheit, Klarheit und Unverstelltheit, Tiefe und Authentizität war in ihr und um sie!
Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?
Den frechen Kobold Puck im „Sommernachtstraum“ (Premiere am 24.4.2015 im Volkstheater Wien). Sie war zu diesem Zeitpunkt 88 Jahre alt, aber auf der Bühne war sie ein freches Elfenkind mit nackten Beinen und einer Wollmütze auf dem Kopf…8tinazu Erni Mangold
Erni Mangold (r.) als Puck, hier mit Patrick O. Beck als Oberon _ Probe zu „Ein Sommernachtstraum“ _ Premiere 24. April 2015 am Volkstheater in Wien _ folgendes
Wie hast Du Erni Mangold als Kollegin erlebt?
Rauschend, ohne körperliche Scham. War sie zum Beispiel grad beim Umziehen in ihrer Garderobe und ihr fiel plötzlich ein, was sie uns unbedingt erzählen wollte, dann lief sie halt so bekleidet oder nicht bekleidet wie sie gerade war auf den Gang und verkündete uns ihre meist sehr unterhaltsamen Geschichten.
Auch hat sie uns großzügig mit Waldviertler Mohnzelten und anderen kulinarischen Leckerbissen versorgt.
Auf der Bühne beim Spielen war sie absolut pur, klar, direkt. Ich hab mit ihr vergessen, dass wir spielen…einfach einander zuhören, aufeinander reagieren. Der Sinn der Szene war eh klar.
Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?
Ich hoffe, alles!
Herzlichen Dank für das Interview!
Martina Stilp, Schauspielerin _ performing _ „Undine geht“ Donau/Wien _ _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Walter Pobaschnig 7/26
Foto/Portait: Erni Mangold _ Österreichischen Nationalbibliothek/ÖNB_Photo Simonis; um 1950; Bildarchiv Austria
Foto: Erni Mangold als Puck mit Patrick O. Beck als Oberon _ Probe zu „Ein Sommernachtstraum“ _ Premiere 24. April 2015 am Volkstheater in Wien _ Roland Schlager/APA
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _ * 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien
Im Interview _ Florian-Raphael Schwarz, Schauspieler _ Wien
Lieber Florian-Raphael, welche Erinnerungen gibt es für Dich an +Erni Mangold?
Wenige bewusste und umso mehr überraschende und unterhaltende wenn ich Sie heute in Filmen und Serien entdecke, die ich früher gesehen habe, ohne zu wissen, wer Sie war.
Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?
Dass Sie sich voller Mut und Vertrauen in alle möglichen Figuren fallen gelassen hat und so auch mit Ihnen verschmelzen konnte.
Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?
Ihre Rolle als Handleserin in „Before Sunrise“ war die erste Rolle, in der ich Sie bewusst erkannt hatte und in der sie mysteriös, verspielt und ernst zu gleich erschien, was für ein wunderbarer Auftritt.
Wie hast Du Erni Mangold als Kollegin erlebt?
Leider nie persönlich und doch in ihren Interviews wirkte Sie wie eine fürs Leben brennende, weltoffene Frau, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt und auch vor schwierigen Themen nicht zurückschreckte, diese ansprach.
Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?
Ich hoffe ihren Mut, das Vertrauen, ihr Feuer und ihre Direktheit dort hinzuschauen und zugehen wo es nicht einfach, dafür wichtig und spannend ist.
Herzlichen Dank für das Interview!
Florian-Raphael Schwarz, Schauspieler
Foto/Portait: Erni Mangold _ Österreichischen Nationalbibliothek/ÖNB_Photo Simonis; um 1950; Bildarchiv Austria
Foto: Florian-Raphael Schwarz _ Station bei Malina _ Walter Pobaschnig 1/21.
„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.
Martina Stilp, Schauspielerin
Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.
Fotos: Undine geht _ Martina Stilp, Schauspielerin _ Wien._ performing _ _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Donau/Wien _ Walter Pobaschnig 7/26
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Im Interview _ Barbara Peveling, Schriftstellerin _ Paris
Liebe Barbara, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? Was macht das Besondere ihres Schreibens aus?
Eine Sprache zu finden in einer Zeit, in der noch viele geschwiegen haben.
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?
„Undine geht“, ist für mich einer der stärksten feministischen Texte überhaupt.
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Ich hätte gerne mehr über Ihre Abgründe erfahren, weil ich finde, wir kennen diese nur aus den Texten, vielleicht hätte es ihr geholfen, wenn diese direkter gehört worden wäre. Also, hätte sie beispielsweise die Form des erzählerischen Essays mehr gewählt?
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Aktuell beschäftige ich mich mit Teilhabe im Kontext von Integration und Inklusion, in Deutschland gibt es hier für mich eine stark im kollektiven Gedächtnis verankerte Barriere, die über das Diktum der Meritokratie verschleiert wird.
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
„Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar“, unschlagbar wahr.
+Erni Mangold, Schauspielerin, Regisseurin _ * 26.1.1927 Großweikersdorf/NÖ +5.9.2026 Wien
Im Interview _ Bruno Max, Theaterintendant, Regisseur, Schauspieler _ Wien
Lieber Bruno Max, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Erni Mangold?
Ich habe Erni von meinem ersten Tag am Reinhardtseminar an als meine wichtigste Schauspiellehrerin kennengelernt. Wir haben auch außerhalb des Seminars einiges an Zeit mit ihr verbracht. Danach hat sie immer meinen Weg begleitet und einiges von meinen Arbeiten gesehen und dann immer -eben die Erni- auf die ihr eigene schonungslos ehrliche Weise kommentiert. Wenn sie etwas lustig fand, war ihr spezifischer Lacher aus einem ganzen Zuschauerraum heraus zu hören. Ich erinnere mich an ihren -gefühlt hundertjährigen- Papagei, das Mistviech, und dass sie mir einmal -noch bei ihr im Neunten- wirklich schöne Jugendbilder von ihr gezeigt hat, eine echte Illustriertenschönheit! Ich habe so viel von ihr gelernt. Mit der „späten“ Erni gab es immer ein Ritual: Die ersten fünf Minuten musste sie Grobheiten loswerden, bis sie sich aufgemacht hat und man ein gutes Gespräch führen konnte.
Was macht für Dich das Besondere ihres Schauspiels aus?
Radikale Ehrlichkeit. Große Durchlässigkeit und auch körperliche Beweglichkeit bis ins hohe Alter. Sie muss ja um die 90 gewesen sein, als sie die Maude in Harold und Maude gespielt hat, und gar nicht als nette Oma. Dazu gehört unglaubliche Kraft und Disziplin.
Möchtest Du bestimmte Rollen hervorheben und warum?
Liebe Güte! Sie war bei Gründgens! Und Jahrzehnte an der Josefstadt! Was soll man da extra hervorheben!
Wie hast Du Erni Mangold als Kollegin erlebt?
Leider haben wir nie miteinander gespielt, aber sie war als Lehrerin am Reinhardtseminar Anfang der 80er mit ihrem persönlichen, sensiblen Zugang zu den Schülern eine große Ausnahme.
Was nimmt die Theater/Filmbühne von ihr in die Zukunft mit?
Bei meiner Arbeit – und ich bin wohl nicht der Einzige – denke ich mir oft: „Was würde die Erni dazu sagen“.
Herzlichen Dank für das Interview!
Bruno Max, Theaterintendant, Regisseur, Schauspieler
Zur Person/über mich: Prof. Bruno Max
geboren in Salzburg, absolvierte er das Regiestudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Er war vier Jahre Assistent und Schauspieler am Burgtheater in Wien, hatte Gastregien u. a. am Volkstheater, Landestheater Linz, Theater der Jugend und Renaissancetheater. Bruno Max ist Gründer von Theater zum Fürchten, der Festspiele Schloß Liechtenstein und des Theaters im Bunker in Mödling. Er ist künstlerischer Leiter der Wiener Scala sowie des Stadttheaters Mödling. Etwa einmal pro Spielzeit treibt es ihn auch wieder selbst auf die Bühne.
Er hat zahlreiche eigene Bearbeitungen und Bühnenfassungen geschaffen, darunter „Clockwork Orange“ und „Delicatessen!“ und mehr als 100 Inszenierungen sowie Raumlösungen. Zu seinen letzten Arbeiten zählen „Umsonst!“, „Die drei Musketiere“, „Die Kunst der Komödie“, „Aventura“, „Cyrano de Bergerac“, „Good. Ein guter Mensch“, „Network“, „Burke & Hare“ und „Frankenstein“.
Auszeichnungen: 1995 und 2003 Preisträger für „Darstellende Kunst des Landes Niederösterreich“, Goldene Ehrennadel der Stadt Mödling 2013, Professorentitel 2015, Goldenes Ehrenkreuz für Verdienste um das Land NÖ 2022, Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 2025.
250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika – Ein Roadtrip in Storys, Gedichten, Songs, Essays, Reden, Briefen und Reportagen. Manesse Verlag
Herausgegeben von: Renate Haen , Marion Kraft , Klaus Modick , Andrea Ott , Bernhard Robben, Thomas Überhoff , Horst Lauinger , Stefan Wagner
250 Jahre USA. Eine reiche wechselvolle Geschichte in allen Licht und Schattenseiten
„What thoughts I have of you tonight, Walt Whitman, for I walked down the sidestreets under the trees with a headache self-conscious looking at the full moon.
In my hungry fatigue, and shopping for images, I went into the neon fruit supermarket, dreaming of your enumerations!
What peaches and what penumbras! Whole families shopping at night! Aisles full of husbands! Wives in the avocados, babies in the tomatoes!—and you, Garcia Lorca, what were you doing down by the watermelons?…“
Allen Ginsberg, A Supermarket in California, Berkeley 1955
USA _ eine Geschichte von Mensch, Gesellschaft, Politik, Kultur, Natur im Wort. Ein Buch, das auf knapp 900 Seiten unterschiedlichste literarische Stimmen wie Textformen zu Wort kommen lässt und damit „I have a dream“ als Utopie, Hoffnung, Kritik begeisternd anschaulich werden lässt.
Der Band versammelt neben klassischen literarischen Formen _ Prosa, Lyrik, Songs, Briefen, nature writing _ ebenso Proklamationen, Reden, Essays, Trinksprüche.
Es sind strahlende Texte, Worte, die das Menschsein in allen Visionen, Möglichkeiten wie Enttäuschungen, Scheitern in die Freiheit des Wortes bringen und so eine Nation immer wieder an den Ausgangspunkt des Strebens nach Glück rückbinden.
Billie Holiday, John Irving, Bonnie Parker, Jack London, Siri Hustvedt, Hermann Melville…und viele, viele weitere US-amerikanische Stimmen sind hier versammelt und laden einzigartig zum literarischen Eintauchen in Land, Geschichte und Gegenwart ein.
„Die USA als famoser literarischer roadtrip von Allen Ginsberg bis Bonnie Parker. Ein Ereignis.“
I Have a Dream
250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika – Ein Roadtrip in Storys, Gedichten, Songs, Essays, Reden, Briefen und Reportagen
Herausgegeben von: Renate Haen , Marion Kraft , Klaus Modick , Andrea Ott , Bernhard Robben, Thomas Überhoff , Horst Lauinger , Stefan Wagner