„Ingeborg, wir sind jetzt viel viel mehr Solistinnen. Kannst dich anschließen.“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Jana Franke, Schriftstellerin _ Potsdam 2.9.2026

Ingeborg Bachmann _ Jana Franke

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _ Jana Franke, Schriftstellerin _ Potsdam

Liebe Jana, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Ich habe lange nichts von Ingeborg Bachmann gewusst. In unserer Bildungsstrecke waren Brecht, die Griechen, Shakespeare, Goethe, Heine und Schiller unverfänglich. Christa Wolf, Maxi Wander. Sahra Kirsch, Heiner Müller in Grenzen, Peter Hacks verboten, Kleist unerwünscht. Der Oktoberclub erlaubt. Silly, Renft, Karussell, nun. Zusätzlich fand sich nichts in der profunden Bibliothek meiner Mutter. Ich tanzte und spielte am Theater und studierte. Erst als ich zweimal die Profession wechselte und Bückware aufgehoben war, als ich anfing zu schreiben, kam auch die Bachmann zu mir. Ich schrieb für WORT-WERK in Villach, der für den Kultstatus bekannten Bewerb, „Die Nacht der schlechtesten Texte“, der zeitgleich zum Bachmannwettbewerb und nur 40km entfernt stattfand. Kilic bemerkte, dass die Gedichte, die ich da eingefädelt hatte, derartig grottig sind, dass sie alleine dafür einen Sonderpreis erfinden müsse. Zu mir kam da „Die gestundete Zeit“, „Das dreißigste Jahr“ und „Malina“

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Ihre Bilder, ihre Sprache und Ton sind unverwechselbar, eindringlich und nehmen den direkten Weg zu Body and Soul. Die Arbeit an dem Thema Selbstverleugnung im künstlerischen Sein in einer literarisch geprägten Liebesbeziehung, die Gleichberechtigung darin, wird von ihr aus verschiedenen Perspektiven und Lebenszyklen behandelt, über Malina hinausgedacht. Sie stoppte der eigene Tod.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Innerhalb der Die gestundete Zeit ist alles angelegt. Das ist in seiner komprimierten Form analytisch, durch ihre Stimme im Radio in die Welt kam, ist nicht nur literarisch, sondern auch in der Präsentation dessen für mich hervorzuheben. Deshalb habe ich mich in meinem Gespräch mit ihr in den Akrosticha in diesen Versen aufgehalten. Ingeborgs Werke vom Ende zum Anfang. Deshalb sind die Akrosticha für den Zusammenhang geschrieben, wie einzeln in sich geschlossen lesbar. Ein Bogen ihres Schaffens und ihrer Person. Einzig, Nein, nein du weißt es eben nicht., aus Malina, ein Kernsatz, meiner Meinung nach, für ihren Bearbeitungen und nicht umsonst am Ende ihres literarischen Lebens geschrieben. 

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Schauen wir auf das momentane politische Parkett, die Kriege, das Menschenleben keinerlei Bedeutung haben, Flora wie Fauna ausgebeutet werden, Schutzorganisationen die Gelder gestrichen …, erübrigt sich die Frage. In jeder Zeit, das gleiche Spiel. Da führt es nun unweigerlich zur Frage: Ist es im menschlichen Erbgut angelegt? Ja.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Ja, daran habe ich mich immer gestoßen. Nein, das finde ich nicht. Für mich ist das in dieser Allgemeinheit falsch. Ein bestimmtes Charakterbild von Mann (Frauen sind da nicht ausgeschlossen), eine krankhafte Geltungssucht, ein Ichbezogen, empathielos, selbstgefällig, herabwürdigend, plagiieren, haben wir alle sicher schon erlebt. Ja da sollte sich Jede:r von entfernen. Hier ist die zeitliche Einordnung und die Position in der die Bachmann sich befand, zu bemerken. Im tiefsten 50iger Jahre Patriachat, heute auch in der Politik in Duktus, Haltung und Gesetzentwürfen erlebbar, wird eine lyrische weibliche Stimme von Männern bepreist. Ein Paradox und der Wille, patriarchale Normen der Männer zu überwinden. Die Arbeit, die Fähigkeit hat sie dahin geführt. Ob sie da nun was fallen ließ, um Aufmerksamkeit und den Heldenmechanismus der männlichen DNA anzukurbeln oder nicht, es waren ihre Gedichte, ihre Stimme, ihre Performance. Es war auch ihr strategisches Vorgehen, dass eben Mut erforderte. Mut sein Inneres zu zeigen. Ihre Zartheit auch. Warum auch nicht.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

In der Vorhalle der Hölle, ja. Wenn der Gedanke noch nicht geboren ist, ja, aber dann nicht mehr. Das Martyrium besteht im Nicht_bezahlt_werden_für_die_Arbeit. Gibt’s in keiner Branche, dass man schreiben soll für null overt, um mal weltlich zu werden. Ich muss nicht schreiben, ich will schreiben. Ich will mich in diesem künstlerischen Mittel ausdrucken, will performen, will mit anderen Künstler:innen zusammenarbeiten, will mit Menschen arbeiten. Ich muss zusehen, wie ich als Selbständige die Schreiberei finanziell kompensiere. Geht das nicht mehr, muss ich erstmal aufhören zu schreiben, weil ich und meine Familie sonst verhungere. Das ist mein Martyrium. Ich muss nicht unglücklich sein, um schreiben zu können.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ingeborg, wir sind jetzt viel viel mehr Solistinnen. Kannst dich anschließen. Sucht Frau nach anderen Männerbildern, gibt es die jetzt bedeutend mehr als zu deiner Zeit. Liebe kann gleichberechtigter gelebt werden.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Ich schreibe, recherchiere, interviewe zu dem kulturhistorisch-touristischen Reiseführer für die Märkische Schweiz für den Findling Verlag. Schreibe und denke an zwei lyrischen Manuskripten zu unterschiedlichen Themen, bereite für nächstes Jahr einen Halbjahresworkshop im Kreativen Schreiben für den Friedrich-Bödecker-Kreise vor, bereite szenische Lesungen mit anderen Künstlern vor und bin stetig offen für die Projekte die kommen.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Ein Brausen von Worten fängt an in meinem Kopf und dann ein Leuchten. Mich erfasst später eine tiefe Ruhe und Klarheit nach dem Brausen und dann schreibt es aus mir heraus und die Arbeit beginnt.

Herzlichen Dank für das Interview!

Zur Person/Website: janafranke . potsdam – autorin (4.8.26)

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Jana Franke _ privat

Walter Pobaschnig, 4.8.2026

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„Malina: ein Versteck zwischen“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Jana Franke/Susanna Klein _ Potsdam/Wien 2.9.2026

 Susanna Klein, Künstlerin _ Wien _ performing „Malina“ _ Romanschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 5/23, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA _ Akrostichon

Text _  Jana Franke, Schriftstellerin _ Potsdam

PerformanceSusanna Klein, Künstlerin _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

M
alina: ein Versteck zwischen

A nima und animal ein

L eben in selbstgewählter Unmündigkeit, um zu überlieben

I m Ungargassenland

N ein, nein du weißt es eben nicht. Er deutet. Er! cg. Jung`s

A nimus mordet hier Anima im ICH

Jana Franke, 3.8.2026

Susanna Klein, Künstlerin _ Wien _ performing „Malina“ _
Romanschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 5/23, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA _ Akrostichon

Text _  Jana Franke, Schriftstellerin _ Potsdam

PerformanceSusanna Klein, Künstlerin _ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Jana Franke, Schriftstellerin
Susanna Klein, Künstlerin _ Wien 

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Jana Franke _ privat

Fotos: Susanna Klein, Künstlerin _ Wien _ performing „Malina“ _
Romanschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 5/23.

Walter Pobaschnig, 4.8.2026

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Die Bachmann, Jörg Schorn. Eine illustrierte Biographie. Jacoby _ Stuart Verlagshaus.

Jörg Schorn, in Wien lebender Autor, Künstler, legt eine rasante, kompakte, Wort-Bildbiographie Ingeborg Bachmanns vor, die gleichsam ein Stationenweg von Klagenfurt bis nach Rom in Werk und Liebe, Leben, Tod ist, an dem Information wie Impuls geöffnet wird und so Zugänge, auch und gerade in schon vorhandenen oft schweren fixierten Bachmannbildern der Rezeption im Kopf, öffnet und ein Schriftstellerinleben in sehr treffenden, hintergründigen Zeichnungen und Wortwitz auf Grund und Boden von Leben und Zeit zurückholt.

„Die Bachmann“ ist gleichsam ein Kontrapunkt zu umfassenden Biographien, die natürlich auch einen spekulativen Raum betreten müssen und genau hier setzt Schorn eine Zeichnung und dialogisches Wortspiel hin, das sich sehr exakt an Fakten hält und alles Weitere im Augen- und Leseblick offenlässt. Das ist ein spannender Bachmann-Coup, der sehr gut gelingt.

Vielleicht hat der Autor ja tatsächlich als Kind Ingeborg Bachmann in Klagenfurt getroffen und dabei wurde ihm mehr verraten als vielen anderen von Klagenfurt bis Rom…

„Ein biographischer Schnelldurchlauf mit Pfiff und Biss, ein Lese-, Bild- und Gedankengenuss.“

Die Bachmann, Jörg Schorn. Eine illustrierte Biographie. Jacoby _ Stuart Verlagshaus.

120 Seiten | 14,2 x 21 cm

geb., Hardcover | durchgehend farbig

ISBN 978-3-96428-346-7

€ [D] 22,00 | € [A] 22,70

Walter Pobaschnig 8/26

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„Sie zog alle Blicke auf sich, wie sie da freudig von Seminarleitern und Dichterkolleginnen begrüßt wurde und strahlte“ _ Erinnerung an +Monika Helfer, Schriftstellerin _ Barbara Deissenberger, Schriftstellerin _ Wien 1.9.2026

Monika Helfer _ Barbara Deissenberger
Monika Helfer, Schriftstellerin (*18.10.1947 Vorarlberg +2.8.2026)

Zu Monika Helfer/Monika Helfer-Köhlmeier:

Monika Helfer, Schriftstellerin (*18.10.1947 Vorarlberg +2.8.2026)

Monika Helfer, Schriftstellerin _ hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur, dem Solothurner Literaturpreis und dem Johann-Peter-Hebel-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen bei Hanser ihre Romane »Vati« (2021), mit dem sie für den Deutschen Buchpreis nominiert war, »Löwenherz« (2022) und »Die Jungfrau« (2023), »Wie die Welt weiterging« (2024) sowie »Der Bücherfreund« (2025). Monika Helfer-Köhlmeier | Hanser 3.8.2026

Monika Helfer (ganz links) als Nominierte
bei der Verleihung des österreichischen Buchpreises 2025 in den Wiener Praterateliers :_ folgende

Im Interview _ Barbara Deissenberger, Schriftstellerin  _ Wien

Liebe Barbara, welche Erinnerungen gibt es für Dich an Monika Helfer?

Bei einem Sommer-Literaturworkshop im Waldviertel, den ich vor vielen Jahren bei Robert Schindel machte, tauchte in der Mittagspause im Restaurant eine apart in Schwarz gekleidete Frau auf. Sie zog alle Blicke auf sich, wie sie da freudig von Seminarleitern und Dichterkolleginnen begrüßt wurde und strahlte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich „Bevor ich schlafen kann“ von ihr gelesen, wusste aber nicht, wie sie aussah. Ich hatte sie noch nie vorher getroffen.

Was macht für Dich das Besondere ihres Schreibens aus?

Monika Helfer schreibt in einer tendenziell reduzierten Sprache, vor allem in ihrer autofiktionalen Familientrilogie. Gleichzeitig evoziert ihr Stil eine dichte, fein gesponnene Atmosphäre, die mich an die subliminiale Melancholie in Romanen von Marguerite Duras erinnert. Ich kann auch viel mit den Themen und Motiven ihrer Bücher anfangen: Suche nach den eigenen Wurzeln, Außenseitertum, Verflechtung von weitergegebenen Mustern über Generationen hinweg, Heuchelei, Bigotterie und Neid am Land, Überleben in Kriegszeiten.

Möchtest Du bestimmte Bücher hervorheben und warum?

Mit der „Bagage“ habe ich Monika Helfer für mich wiederentdeckt. Diesen Roman schlug ich als Lektüre in einem Literaturzirkel der Volkshochschule, den ich leitete, vor. So habe ich mich näher mit dem Text beschäftigt. Die erzählende Ich-Figur gibt sich gleich anfangs als Enkelkind der Familie, über die sie schreibt, zu erkennen. Ihre Spurensuche ist auch Teil des Texts, etwa wenn sie Auskunft über den Ursprung ihrer Informationen gibt. Dabei spielen Fiktion und Autobiografisches zusammen. Monika Helfer hat in einem Interview eine schöne Definition ihrer Autofiktion gegeben: „Für mich dauert die Wahrheit in meinem Roman maximal zehn Zeilen lang, dann galoppiert die Phantasie in die Geschichte, hält inne bei dem Unglück mit Paula, jedes Mal, ob ich will oder nicht, die Fiktion rettet mich und macht mich mutig.“ (Literaturblatt Schweiz). Der Roman verwebt auch Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll miteinander. Wenn etwa ein Leben in der Erzählgegenwart endet und unmittelbar darauf in der Vergangenheit weiter erzählt wird. Das ist tröstlich.

Wie hast Du Monika Helfer bei Lesungen, als Kollegin erlebt?

Sie war eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die – aber das nur meiner persönlichen Wahrnehmung nach – zu lange öffentlich eher als Michael Köhlmeiers Frau gesehen wurde. Es ist gut, dass ihre autofiktionale Roman-Trilogie „Die Bagage“, „Vati“ und „Löwenherz“ schließlich breit rezensiert und sie so einem größerem Lesepublikum bekannt wurde.

Monika Helfer-Köhlmeier und ihr Mann Michael Köhlmeier, Schriftsteller

Darf ich abschließend um ein Zitat/eine Textstelle aus Monika Helfers Werk bitten?  

„Ich ließ die Gedanken schweifen, ich glaube, damals hatte ich zum ersten Mal das Gefühl glücklichen Alleinseins, nach dem ich mich bis heute sehne und das sich nicht machen lässt, es kommt oder kommt nicht. Und macht am glücklichsten, wenn es unverhofft kommt.“                                           aus dem Roman „Löwenherz“

Herzlichen Dank für das Interview!

 Barbara Deissenberger, Schriftstellerin _ Wien _
Foto: performing „Undine geht“  _ Wien/Lobau _ Walter Pobaschnig

Zu Person/Werk _ Website: Barbara Deissenberger | Barbara Deißenberger

Foto: Monika Helfer _  Salvatore Vinci/Hanser Verlag

Fotos: Monika Helfer _ Verleihung des österreichischen Buchpreis 2025 _ Walter Pobaschnig

Foto: Barbara Deissenberger, Schriftstellerin _ Wien _
performing „Undine geht“  _ Wien/Lobau _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig   8_26

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„Niemand hört!“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin _ Wien 1.9.2026

Undine geht _
_ Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien
performing Undine geht/Donau Wien _
_ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _
Walter Pobaschnig 7/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance  _ Donau/Wien

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text & Performance _ Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

UNDINE GEHT

U
nten im Wasser

N acht ohne Tag,

D röhnende Stille der Leere im

I nnern.

N iemand hört!

E wiges Schweigen.



G estrandet in sprachloser

E insamkeit. Und keine

H and, um meine

T ränen zu trocknen.

Elfriede Schüsseleder, 5.8.26

Undine geht _
_ Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien
performing Undine geht/Donau Wien _
_ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _
Walter Pobaschnig 7/26, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance  _ Donau/Wien

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text & Performance _ Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.

Fotos: Elfriede Schüsseleder, Schauspielerin, Autorin _ Wien_ 
performing Undine geht/Donau Wien _
_ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _
Walter Pobaschnig 7/26.

Walter Pobaschnig, 5.8.2026

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„Die Spur der Hasen“ Eine Grablegung. Christoph Geiser. Roman. Secession Verlag Berlin.

„Ich bin Medea! Soll sie zu Mama gesagt haben, als Mama sie im Irrenhaus besuchte, und: Hier stinkt es! und: Sie hat mich gestoßen! Als es um einen ominösen Sturz ging, bei dem sie sich eine Oberschenkelhalsfraktur zugezogen hatte…“

Die überlieferten Worte der Großmutter

„Ein Phantom. Oder ein Phantasma. Die Fremde. Grandmama russe…“

Und jetzt beginnt die Spurensuche nach einem Leben in allen Dunkelheiten der Zeit, der Kriege, der Vernichtung, der Verstoßung und der letzten Tage…

„In den Schoel hinabsteigen…diesen Wartsaal der Finsternis, Raum der Fragen, des Verlangens, des Forderns, Ort der Ödnis, der Verwüstung, des Staubs…“

Der in der Schweiz geborene und in Bern und Berlin lebende Schriftsteller Christoph Geiser ist eine der herausragendsten Stimmenmoderner deutschsprachiger Literatur.

In seinem Werk stellt er sich konsequent und sprachlich virtuos Existenz und Zeit und kommt dem Menschen in seinem Mikro- und Makrokontext von Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, Chancen und Verhängnissen literarisch so nahe, dass es erschüttert wie fasziniert. Dem umfangreichen Recherchieren, im vorliegenden Roman der Lebensweg der in Russland geborenen und in Basel verstorbenen Großmutter zwischen Schoa und persönlicher, familiärer Tragik, folgt eine sprachliche Ausdrucksform, die Leben und Wort gleichsam auf dem Drahtseil von Augenblick und Fall der Existenz balancieren lässt und bis zur letzten Seite fesselt. Der Autor versteht es einzigartig, Leserin und Leser mit den Protagonisten :innen mitgehen zu lassen und filmgleich im Geschehen von Biographie, Geschichte und Phantasie erschütternd da zu sein.

„Christoph Geisers Bücher sind ein geniales Gesamtkunstwerk, das Leben, Zeit und Phantasie in ein faszinierendes Karussell von Sprache setzt und dann virtuos zurück- und fortfliegen lässt.“

„Die Spur der Hasen“ Eine Grablegung. Christoph Geiser. Roman. Secession Verlag Berlin.

Die Spur der Hasen (Band 13)

Der Abschluss der dreizehnbändigen Werkausgabe.

HRSG. VON MORITZ WAGNER UND JULIAN REIDY MIT EINEM NACHWORT VON CASPAR BATTEGAY MIT LESEBÄNDCHEN

ETWA 150 SEITEN

CA. € (D) 24.00 I € (A) 24.70

ISBN 978-3-96639-155-9

ISBN 978-3-96639-156-6 (E-BOOK)

Walter Pobaschnig 8/26

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„Für mich ist es immer wichtig, von vorne anzufangen, keine Angst zu haben, Neues auszuprobieren“ Julia Solovieva, Autorin, Regisseurin _ Hamburg 31.8.2026

5 Fragen an Künstler:innen

Julia Solovieva _ Autorin, Regisseurin _ Hamburg

Julia Solovieva _ Autorin, Regisseurin

Liebe Julia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf hängt davon ab, was gerade ansteht. Ich lese, führe Interviews, schreibe und arbeite mit jungen Schauspielerinnen zusammen. Besonders mag ich die frühen Morgenstunden, in denen ich allein bin. Dann gehe ich mit einer Tasse grünem Tee um den Block spazieren und genieße den Rosenduft. Gestern habe ich die Besitzerin eines wunderschönen Rosenbusches angesprochen, die gerade im Garten war. Ich fragte sie, ob ich eine Rose abschneiden dürfte. „Ja”, sagte sie, „machen Sie das, aber am besten im nächsten Juni, dann können sich Rosen richtig gut durch Stecklinge vermehren und Wurzeln schlagen.“ Danach fügte sie hinzu: „Wissen Sie, ich kann meine Rosen nicht mehr riechen! Seit ich Corona hatte, rieche ich gar nichts mehr.“

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Im Gespräch, im Dialog bleiben…

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Für mich ist es immer wichtig, von vorne anzufangen, keine Angst zu haben, Neues auszuprobieren, nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen, sich neuen Herausforderungen zu stellen und grundsätzlich offen für Neues zu bleiben.

Was liest Du derzeit?

Florian Illies: Liebe in Zeiten des Hasses

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich musste zur Konferenz nach Porto, ich dachte, da werden Ukrainer sein. Ich hatte Angst vor ihnen und freute mich zugleich auf sie. Und als mir klar wurde, dass niemand aus der Ukraine da war, entstand so eine … Leere, eine komische Leere. So eine Art Abgrund. Ich würde mir schon wünschen, dass es eine Möglichkeit zum Dialog gäbe, sei es auch zu einem kleinen, mag er vorerst noch so schwierig sein, so aggressiv sein, aber irgendein Versuch von Gespräch. Weißt du, diese Leere, diese Stille macht mir Angst!

Aus meinem Interview mit einer russischen Therapeutin, 2025

Vielen Dank!

Julia Solovieva _ Autorin, Regisseurin

Zu Person/Werk: Julia Solovieva kommt aus Moskau, lebt in Hamburg, sie ist Autorin und Theaterschaffende

Zuletzt als Autorin:

Essay: Carlsbad, bei der altonale 2019

– Gefühle in Zeiten des Krieges, SWR 2025. https://www.swr.de/swrkultur/doku-und-feature/das-verborgene-ans-licht-holen-gefuehle-in-zeiten-des-krieges-essay-2025-02-16-100.html

Feature:

Die Russen

Ein Feature in vier Teilen, kommt am 20. Und 27. September 2026, NDR

Pascol. Fünf Frauen, zwei Kriege und eine Band https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:a794decf1a023018/

Theaterstück:

Um acht ist es hier schon hell. Ein Dramedy über das totalitäre Moskau. Szenische Lesung, 2025, Schauspielhaus Hamburg. https://schauspielhaus.de/stuecke/um-acht-ist-es-hier-schon-hell

Co-Autorin als Teil des Kollektivs Mädchen von Jupiter:

Verbotene Gefühle in Zeiten des Krieges, Hamburger  Literaturpreis 2025

Co-Regisseurin, in Zusammenarbeit mit Evgeni Mestetschkin:  

Carlsbad, ein multimedialer Parcours über die Träume und Nachtträume, bei der altonale 2019 im Allgemeinkrankenhaus Altona.

 „…und die Juden: von Schmerz, Lust und Weiterleben im Weißen Hotel“. Ein Theaterprojekt mit jüdischen und nicht jüdischen Hamburgerinnen und Hamburger, bei der altonale 2021 im Altonaer Museum Hamburg.

Die Zofen von Jean Genet mit Schülerinnen und Schülern der iact schauspielschule für film und theater in Hamburg, 2023.

Artjom Retten!? Ein deutsch-ukrainisch-russisches Theaterprojekt. Premiere 2025-2026, Lichthof Theater Hamburg.

Aktuelle Produktion _ Gastspiel in Wien:

Artjom retten!? Ein dokumentarisches Theaterprojekt von Julia Solovieva
und Evgeni Mestetschkin

Gastspiel in Wien: 11. und 12. September 2026 im DAS Margareten

Dana Anofrenkova und Paul Smollich in „Artjom retten?“, folgende

Artjom retten? Mich retten? Die Menschlichkeit retten?
Im September 2022, mitten in Moskau, rezitiert der russische Dichter Artjom Kamardin
Gedichte gegen den Krieg in der Ukraine. Unmittelbar danach wird er brutal festgenommen und später zu sieben Jahren Haft verurteilt.
Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nimmt „Artjom retten!?“ die Geschichte Kamardins zum Ausgangspunkt für eine persönliche und politische
Auseinandersetzung: Was bedeutet Menschlichkeit in Zeiten des Krieges? Und wo liegen die Grenzen unseres Verständnisses für andere?

Auf der Bühne begegnen sich die Ukrainerin Dana und der Deutsche Paul. Sie sprechen über Krieg, Verantwortung, Angst, Loyalität und die Schwierigkeit, widersprüchliche Positionen auszuhalten. Bin ich bereit, meinen Freund zu verstehen, der nicht an die Front ziehen möchte? Und bin ich dann auch bereit, den russischen Dichter Artjom zu verstehen, der vor seiner Verhaftung für das Militär gearbeitet hat?

Das Stück fragt nicht nach einfachen Antworten. Es untersucht die Grauzonen zwischen Empathie und Abgrenzung, zwischen persönlicher Haltung und gesellschaftlicher Funktion: Wo bleibe ich Mensch – mit meinen Gefühlen, Widersprüchen und möglichen
Fehlern? Und wo werde ich zu einer Funktion?
Dabei wird auch das Publikum Teil der Auseinandersetzung. Fragen, Emotionen, Reflexionen und persönliche Erfahrungen dürfen in den Theaterabend einfließen.
Dokumentarisches Theater zwischen persönlicher Perspektive und politischer Realität.


Julia Solovieva und Evgeni Mestetschkin sind ein in Hamburg tätiges Autoren-,
Regie- und Theaterduo, das sich in seinen dokumentarischen und dramatischen Projekten
intensiv mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinandersetzt. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen reale Geschichten und Schicksale, die sie mit persönlichen Perspektiven und aktuellen politischen Fragestellungen verbinden.

„Artjom retten!?“ beleuchtet das Schicksal politischer Gefangener und die Frage nach
individueller Verantwortung in Zeiten politischer Repression und Krieg. Die Produktion wurde
2025 in Hamburg entwickelt und unter anderem an den Hamburger
Kammerspielen gezeigt. Nun kommt das dokumentarische Theaterprojekt nach Wien ins

„Artjom retten!?“ DAS Margareten – Raum für lebendiges Theater.
Mit: Dana Anofrenkova und Paul Smollich
Regie & Autorenschaft: Julia Solovieva und Evgeni Mestetschkin
Ton: Sandra Berkefeld

Termine:
Freitag, 11. September 2026, 20:00 Uhr
Samstag, 12. September 2026, 19:30 Uhr
DAS Margareten – Raum für lebendiges Theater
Margaretenstraße 166. 1050 Wien

DAS Margareten – Raum für lebendiges Theater | Theater | Margaretenstraße 166, Vienna, Austria

Presseinformation: Bianca Anne Braunesberger _ DAS Margareten – Raum für lebendiges Theater

Fotos: Julia Solovieva/Produktion.

Walter Pobaschnig 30.8.2026

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„Glauben Sie an den Frieden?“ _ Give Peace A Chance _ Julia Solovieva, Autorin, Regisseurin _ Hamburg 31.8.2026

Dana Anofrenkova und Paul Smollich in „Artjom retten?“ _ dokumentarischesTheaterprojekt von Julia Solovieva und Evgeni Mestetschkin.

GIVE PEACE A CHANCE


G       Glauben Sie an den Frieden?

I        Irren Sie sich vielleicht?

V       Verwechseln Sie Freund und Feind?

E       Erkennen Sie Lügen?


P        Protestieren Sie gegen Antisemitismus?

E       Erleben Sie Ungerechtigkeit?

A       Antworten Sie auf eine Bosheit?

C       Chillen Sie, obwohl Handeln erforderlich ist?

E       Erzählen Sie vielleicht zu viel von Ihren Erfolgen?


A       «Angst essen Seele auf» – deshalb haben Sie keine Angst!


C       Checken Sie nicht nur Ihre E-Mails, sondern auch, was in Ihrer Umgebung los ist!

H       Hören Sie auf, auf Hassbeiträge zu reagieren!

A       Arbeiten Sie mit talentierten Menschen zusammen, dann macht es richtig Spaß!

N       Nerven Sie Ihre Nächsten nicht mit Kleinigkeiten! Seien Sie großzügig!

С       (Das) Café ist ein toller Treffpunkt! Verbringen Sie mehr Zeit dort – alleine oder mit Freunden!

E       Erlauben Sie Menschen, so zu sein, wie sie sind.

Julia Solovieva, 30.8.2026

Julia Solovieva _ Autorin, Regisseurin

Zu Person/Werk: Julia Solovieva kommt aus Moskau, lebt in Hamburg, sie ist Autorin und Theaterschaffende

Zuletzt als Autorin:

Essay: Carlsbad, bei der altonale 2019

– Gefühle in Zeiten des Krieges, SWR 2025. https://www.swr.de/swrkultur/doku-und-feature/das-verborgene-ans-licht-holen-gefuehle-in-zeiten-des-krieges-essay-2025-02-16-100.html

Feature:

Die Russen

Ein Feature in vier Teilen, kommt am 20. Und 27. September 2026, NDR

Pascol. Fünf Frauen, zwei Kriege und eine Band https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:a794decf1a023018/

Theaterstück:

Um acht ist es hier schon hell. Ein Dramedy über das totalitäre Moskau. Szenische Lesung, 2025, Schauspielhaus Hamburg. https://schauspielhaus.de/stuecke/um-acht-ist-es-hier-schon-hell

Co-Autorin als Teil des Kollektivs Mädchen von Jupiter:

Verbotene Gefühle in Zeiten des Krieges, Hamburger  Literaturpreis 2025

Co-Regisseurin, in Zusammenarbeit mit Evgeni Mestetschkin:  

Carlsbad, ein multimedialer Parcours über die Träume und Nachtträume, bei der altonale 2019 im Allgemeinkrankenhaus Altona.

 „…und die Juden: von Schmerz, Lust und Weiterleben im Weißen Hotel“. Ein Theaterprojekt mit jüdischen und nicht jüdischen Hamburgerinnen und Hamburger, bei der altonale 2021 im Altonaer Museum Hamburg.

Die Zofen von Jean Genet mit Schülerinnen und Schülern der iact schauspielschule für film und theater in Hamburg, 2023.

Artjom Retten!? Ein deutsch-ukrainisch-russisches Theaterprojekt. Premiere 2025-2026, Lichthof Theater Hamburg.

Aktuelle Produktion _ Gastspiel in Wien:

Artjom retten!? Ein dokumentarisches Theaterprojekt von Julia Solovieva
und Evgeni Mestetschkin

Gastspiel in Wien: 11. und 12. September 2026 im DAS Margareten

Artjom retten? Mich retten? Die Menschlichkeit retten?
Im September 2022, mitten in Moskau, rezitiert der russische Dichter Artjom Kamardin
Gedichte gegen den Krieg in der Ukraine. Unmittelbar danach wird er brutal festgenommen und später zu sieben Jahren Haft verurteilt.
Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nimmt „Artjom retten!?“ die Geschichte Kamardins zum Ausgangspunkt für eine persönliche und politische
Auseinandersetzung: Was bedeutet Menschlichkeit in Zeiten des Krieges? Und wo liegen die Grenzen unseres Verständnisses für andere?

Auf der Bühne begegnen sich die Ukrainerin Dana und der Deutsche Paul. Sie sprechen über Krieg, Verantwortung, Angst, Loyalität und die Schwierigkeit, widersprüchliche Positionen auszuhalten. Bin ich bereit, meinen Freund zu verstehen, der nicht an die Front ziehen möchte? Und bin ich dann auch bereit, den russischen Dichter Artjom zu verstehen, der vor seiner Verhaftung für das Militär gearbeitet hat?


Julia Solovieva und Evgeni Mestetschkin sind ein in Hamburg tätiges Autoren-,
Regie- und Theaterduo, das sich in seinen dokumentarischen und dramatischen Projekten
intensiv mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinandersetzt. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen reale Geschichten und Schicksale, die sie mit persönlichen Perspektiven und aktuellen politischen Fragestellungen verbinden.

„Artjom retten!?“ beleuchtet das Schicksal politischer Gefangener und die Frage nach
individueller Verantwortung in Zeiten politischer Repression und Krieg. Die Produktion wurde
2025 in Hamburg entwickelt und unter anderem an den Hamburger
Kammerspielen gezeigt. Nun kommt das dokumentarische Theaterprojekt nach Wien ins

„Artjom retten!?“ DAS Margareten – Raum für lebendiges Theater.
Mit: Dana Anofrenkova und Paul Smollich
Regie & Autorenschaft: Julia Solovieva und Evgeni Mestetschkin
Ton: Sandra Berkefeld

Termine:
Freitag, 11. September 2026, 20:00 Uhr
Samstag, 12. September 2026, 19:30 Uhr
DAS Margareten – Raum für lebendiges Theater
Margaretenstraße 166. 1050 Wien

DAS Margareten – Raum für lebendiges Theater | Theater | Margaretenstraße 166, Vienna, Austria

Fotos: Julia Solovieva/Produktion.

Walter Pobaschnig 30.8.2026

https://literaturoutdoors.com

„Im Augenschein der Dinge“ Petra Ganglbauer. Lyrikzyklus. Edition Melos.

Auf der Hut

Vor dem Unbegrenzten,

Den Möglichkeiten,

Den Versauerten (Ozeanen)!

das Wasser weiß, wir sind

Es nicht

Und noch viel mehr,

Ist da, was wir nicht

Wissend sind

Petra Ganglbauer, eine der variantenreichsten und immer wieder neu überraschenden literarischen wie künstlerischen Stimmen moderner Literatur, legt einen Gedichtband vor, dessen Poesie in wunderbarer bibliophiler Editionsform sich gleichsam als kritisch klarer, benennender wie anklagender, wie auch sanft meditativer Sprach- und Gedankenspaziergang zu Herz und Seele von erschüttertem Mensch, wankender Welt und Sinn für Leserin und Leser öffnet und einlädt mit- und weiterzugehen im Wahrnehmen von Zerstörung und Veränderung (Natur) und dies in Reflexion von Existenz und Sein aufzunehmen – gegen Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit.

Die Autorin versteht es einmalig in Wort und Aussage Welterfahrung poetisch zu verdichten und dabei aber auch immer Räume zu öffnen, offenzuhalten, in denen Mut und Veränderung der Angst und dem Abgrund der Zeit entgegenzutreten hat. Wie auch die Kraft der Erde selbst, die wie der Mensch Leben und Zukunft will.

„Ein poetisches Manifest, das grandios die Sprache den Dunkelheiten der Zeit entgegensetzt.“

„Im Augenschein der Dinge“ Petra Ganglbauer. Lyrikzyklus. Edition Melos.

Gebunden, Fadenheftung, Lesebändchen, Schutzumschlag

ISBN: 978-3-903686-06-9

60 Seiten

30,- EUR / 47,- CHF

Juli 2026

Walter Pobaschnig 8/26

https://literaturoutdoors.com

„Unter nächtlichen Dächern“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Andreas Pavlic/Miriam Fontaine _ Wien 30.8.2026

Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting
_ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

UNDINE GEHT

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT_ Akrostichon

Text Andreas Pavlic, Schriftsteller _ Wien.

Performance _  Miriam Fontaine_Schauspielerin, Sängerin _Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

UNDINE GEHT

U nter

N nächtlichen

D ächern

I n

N arkotischer

E insamkeit


G eht

E ine

H ält

T ausend

Andreas Pavlic, 4.5.26

Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21
Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

UNDINE GEHT

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT_ Akrostichon

Text Andreas Pavlic, Schriftsteller _ Wien.

Performance _  Miriam Fontaine_Schauspielerin, Sängerin _Wien.

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Andreas Pavlic, Schriftsteller 

Aktueller Roman von Andreas Pavlic:

Margit, Amela, Gerda und Carla haben vor 30 Jahren voll jugendlicher Tatkraft in Funkberg gegen den Bau eines Kraftwerkes demonstriert. Nun trommelt Gerda die alte Truppe wieder zusammen. Das Funkberger Kloster soll heimlich an Immobilienhaie verhökert und in ein Kongresszentrum umgewandelt werden. Gemeinsam mit der Studentin Bezé und Angelika, der letzten im Kloster lebenden Nonne, wollen sie das bedrohte Kulturgut der Stadt retten. Bei ihren Nachforschungen legen die Frauen eine unglaubliche Geschichte frei, die sie bis zu den Beginen ins 14. Jahrhundert führt. Und damit zu einer der ersten Frauenbewegungen, die weit mehr war als eine religiöse Gemeinschaft.

Andreas Pavlic zeigt in seinem neuen Roman humorvoll und eindrücklich, dass es für zivilen Widerstand immer einen Weg gibt. (Pressetext/Verlag)

Selige Unruhe, Andreas Pavlic. Roman. Edition Atelier.

248 Seiten

Selige Unruhe | Edition Atelier

www.andreaspavlic.com

Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.

Foto: Andreas Pavlic _ Jorghi Poll _ Edition Atelier

Fotos: Miriam Fontaine_Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Originalschauplatz/Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/21

Walter Pobaschnig,4.5.2026

https://literaturoutdoors.com