„Glauben Sie, dass Männer und Frauen es schaffen können, sowohl auf privater als auch auf gesellschaftlicher Ebene, miteinander glücklich und in gegenseitigem Verständnis zu leben?“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Annabel Herkströter, Schriftstellerin _ Prad am Stilfersjoch/Südtirol/I 7.11.2026

Ingeborg Bachmann _ Annabel Herkströter

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann auf ihrer Terrasse in Rom, um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Annabel Herkströter, Schriftstellerin _ Prad am Stilfersjoch/Südtirol/I

Liebe Annabel, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Während des Studiums habe ich zum ersten Mal einen Text von Ingeborg Bachmann gelesen – das ist jetzt ungefähr zehn Jahre her. Es war die Erzählung „Undine geht“, zu der ich damals gemeinsam mit einer Kommilitonin ein Referat vorbereitet habe. Natürlich taucht der Name Bachmann, wenn man sich mit Literatur beschäftigt, immer wieder auf.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Einzigartig an ihrem Schreiben finde ich die Darstellung der inneren Zerrissenheit ihrer Figuren sowie des Scheiterns an und in unserer Gesellschaft. Zwischenmenschliche Konflikte sind fein nuanciert herausgearbeitet.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

An die vorherige Frage anknüpfend, fällt mir ihr Roman „Malina“ ein. Die Protagonistin ist in dem undankbaren Zustand gefangen, einen Mann, welchem sie im Grunde gleichgültig ist, zum Glücklichsein, ja, zum Überleben zu benötigen. Genauso braucht sie eine weitere männliche Figur, Malina, der Rationalität in ihr Leben bringt. Diese Figur wurde oftmals als männlicher Anteil der weiblichen Hauptperson interpretiert. Das Tragische an der Geschichte ist, dass die Protagonistin außerstande ist, sich aus ihrer selbst gewählten Unmündigkeit zu befreien, was letzten Endes auf ihren Tod hinausläuft.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Ich glaube, Bachmanns Kritik an der patriarchalen Welt ist nach wie vor aktuell und wird es auch bleiben, solange Frauen durch patriarchale Strukturen in prekäre Situationen geraten. Ein wichtiger Faktor ist in diesem Zusammenhang sicherlich das ökonomische Ungleichgewicht, welches noch immer zwischen Frauen und Männern besteht. Beispielsweise leisten Frauen einen Großteil der unbezahlten Care-Arbeit, können jedoch im Alter oftmals kaum von ihrer Rente leben. Hinzu kommen überholte Rollenzuschreibungen, die sich hartnäckig halten und leider – oft unbewusst – von den Frauen selbst mitgetragen werden.
Auf politischer Ebene lässt sich festhalten, dass es toxische Männlichkeit ist, die derzeit auf der Welt für viel Unruhe sorgt; männliche Politiker, die ihre Macht und Zerstörungswut bis ins Monströse zelebrieren.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Solange unsere Gesellschaft und auch Beziehungen unter dem Vorzeichen des Patriarchats stehen, kann die Liebe ihr Potenzial nicht richtig entfalten und nur in Enttäuschung und Desillusionierung münden. Die Männer sind gewissermaßen selbst Opfer des Patriarchats, das sie ihrer Zärtlichkeit beraubt, sie auf Männlichkeitsstereotype reduziert hat, welche sie zu erfüllen gezwungen sind, um Mann zu sein. Würden sie sich jedoch zu ihrer liebevollen, zarten und empathischen Seite bekennen, wäre eine Erfüllung durch Liebe eventuell möglich – das suggeriert zumindest Bachmanns Erzählung „Undine geht“.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Das Einsame am Schreiben ist für mich weniger ein Problem, da ich immer wieder die Stille suche. Ich benötige sogar ein gewisses Maß an Einsamkeit, um kreativ sein zu können. Dennoch kann das Schreiben unter Umständen ein Martyrium sein. Mir fällt keine andere Tätigkeit ein, bei der man sich derart intensiv mit dem In-der-Welt-Sein und zwangsläufig auch dessen einsamen und schwierigen Aspekten auseinandersetzt. Andererseits kann das Schreiben auch äußerst befriedigend und heilsam sein. Das Schreiben eines Textes erlebe ich auch immer als eine Art Läuterung. Man geht durch Höhen und Tiefen, es gibt Durststrecken, man wird auf die Probe gestellt und bestenfalls gelangt man irgendwann an ein einigermaßen zufriedenstellendes Ende. Durch jeden Text, den ich schreibe – vielleicht auch unvollendet lasse –, lerne ich etwas für mein künftiges Schreiben.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Ihre Texte, die nicht immer leicht zugänglich sind und Elemente enthalten, welche mitunter rätselhaft bleiben, entfalten beim Lesen eine ganz eigene Sogwirkung. Ihre Werke müssen jedoch nicht einmal bis in den letzten Winkel erschlossen werden, um mit ihren Charakteren mitfühlen und die Welt durch deren Augen wahrnehmen zu können.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Glauben Sie, dass Männer und Frauen es schaffen können, sowohl auf privater als auch auf gesellschaftlicher Ebene, miteinander glücklich und in gegenseitigem Verständnis zu leben?

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

In meinem Kopf flirren momentan einige Ideen und Vorhaben herum. Ich würde gerne in absehbarer Zeit einen Gedichtband veröffentlichen. Außerdem arbeite ich seit einiger Zeit an einem Roman.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Hinter der Welt wird ein Baum stehen
Mit Blättern aus Wolken und einer Krone aus Blau.
In seine Rinde aus rotem Sonnenband
Schneidet der Wind unser Herz
und kühlt es mit Tau.

(Strophe aus „Die Welt ist weit“)

Herzlichen Dank für das Interview!

Annabel Herkströter, Schriftstellerin

Zur Person: Annabel Herkströter wurde 1995 in Südtirol geboren. Nach der Matura studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck. Sie war u.a. in Bibliotheken sowie in einem Bergführerbüro tätig. Seit ihrer Kindheit widmet sie sich mit großer Hingabe dem Schreiben von Geschichten. Beiträge von ihr erschienen im „Komplex Kulturmagazin“ (Innsbruck), in der St. Pöltener Literaturzeitschrift „etcetera“ sowie in der Schweizer Online-Zeitung „DMZ“.

Im Herbst 2024 erschien ihr Kurzgeschichtenband Tragisch bis heiter bei BoD. Tragisch bis heiter

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garbaldi Schwarze

Foto: Annabel Herkströter _ privat

Walter Pobaschnig, 14.10.2026

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„Mag“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Annabel Herkströter/Ino Matsou _ Prad am Stilfersjoch/Südtirol/I/Wien 7.11.2026

Ino Matsou, Schauspielerin _ Wien _
performing Malina _ Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 10/26f.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text _ Annabel Herkströter, Schriftstellerin _ Prad am Stilfersjoch/Südtirol/I

Performance _ Ino Matsou, Schauspielerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

M
ag

Auch die

Liebe

In der Welt

Noch

Anfangen

Annabel Herkströter, 14.10.2026

Ino Matsou, Schauspielerin _ Wien _
performing Malina _ Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 10/26f.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text _ Annabel Herkströter, Schriftstellerin _ Prad am Stilfersjoch/Südtirol/I

Performance _ Ino Matsou, Schauspielerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Ino Matsou, Schauspielerin
Annabel Herkströter, Schriftstellerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Annabel Herkströter _ privat

Fotos: Ino Matsou, Schauspielerin _ Wien _
performing Malina _ Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 10/26.

Walter Pobaschnig, 14.10.2026

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„Einfach nicht lügen“ _ Give Peace A Chance _ Zsuzsanna Gahse, Schriftstellerin _ Müllheim/CH 6.11.2026

Anna Possarnig, Tänzerin, Choreographin _ Station bei Malina _ Performance _ Wien/Originalschauplatz _
Walter Pobaschnig 6/21

GIVE PEACE A CHANCE

Zsuzsanna Gahse, Schriftstellerin _ Müllheim/CH

KEINE MORITAT

Garantiert nicht lügen

Intern auch nicht

Verschlagene Behauptungen

Entlarven und nie lügen


Professionell erst recht nicht

Einfach nicht lügen

Anhänger von

Chronischen Falschaussagen

Enttarnen und abweisen


Aber am besten nicht lügen


Charakter

Hilft bei der Ablehnung von Lügen

Allerdings stehen manchmal

Notlügen im Weg

Chor: nicht lügen, nicht lügen

Eine eherne Verachtung von Lügnern wäre die ideale Lösung

Nachsatz:

Der Chor geht langsam ab

Die Zuschauer ziehen sich zurück

Einer lacht, mein Onkel nämlich

Zsuzsanna Gahse, 14.10.2026

Zsuzsanna Gahse, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: ZSUZSANNA GAHSE ist eine österreichisch deutsch schweizerische Schriftstellerin, geb. 1946 in Budapest. Nach ihrer Gymnasialzeit in Wien und Kassel lebte sie mehr als ein Vierteljahrhundert in Stuttgart, seit Ende 1998 in Müllheim, TG, Schweiz.

ZSUZSANNA GAHSE – Autorin, Schriftstellerin

Foto: Zsuzsanna Gahse _ Ch.Rütimann

Foto: Anna Possarnig, Tänzerin, Choreographin _ Station bei Malina _ Wien/Originalschauplatz _
Walter Pobaschnig 6/21

Walter Pobaschnig, 14.10.26

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„Bevor ich mit jemandem rede, sitze ich am Schreibtisch“ _ 5 Fragen _ Zsuzsanna Gahse, Schriftstellerin _ Müllheim/CH 6.11.2026

5 Fragen an Künstler:innen

Zsuzsanna Gahse, Schriftstellerin _ Müllheim/CH

Liebe Zsuzsanna, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Bevor ich mit jemandem rede, sitze ich am Schreibtisch.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Frage ist, was UNS ALLE bedeutet.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Bei der Bücherflut und der Übermenge an Informationen will ich nicht ertrinken, eher mich ruhig umschauen.

Was liest Du derzeit?

Am liebsten hole ich Autoren aus meinen Regalen hervor. Thomas Bernhard, Gert Jonke, Nathalie Sarraute, Samuel Beckett. Camus! Oder Miklós Mészöly mit seiner wunderbar bildhaften Erzählweise. Wenn ich an Jandls Sätze denke, geht es mir gut. Literatur ohne Witz ist wie Blei.

Ich habe auch neue Lieblinge, entnervend ist nur die Unzahl von Neuerscheinungen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Der wahre Held in „Don Quijote“ ist der Diener Sancho Pansa. Seine Geduld und Urteilskraft sind wunderbar. Der skurrile Don ist lieblos, was ihn ärgert, daher wird er noch skurriler. Und Cervantes ist ganz groß.

Vielen Dank!

Zsuzsanna Gahse, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: ZSUZSANNA GAHSE ist eine österreichisch deutsch schweizerische Schriftstellerin, geb. 1946 in Budapest. Nach ihrer Gymnasialzeit in Wien und Kassel lebte sie mehr als ein Vierteljahrhundert in Stuttgart, seit Ende 1998 in Müllheim, TG, Schweiz.

ZSUZSANNA GAHSE – Autorin, Schriftstellerin

Foto: Zsuzsanna Gahse _ Ch.Rütimann

Walter Pobaschnig, 14.10.26

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Offline Österreich – Eine Zeitreise durch die 70er, 80er und 90er, Norbert Peter, Marco Seltenreich. Braumüller Verlag

Offline Österreich – Eine Zeitreise durch die 70er, 80er und 90er, Norbert Peter, Marco Seltenreich. Braumüller Verlag

Es sind 50 Jahre, in denen sich in Gesellschaft, Kultur weltweit wie eines Landes so viel verändert. So auch in 1960er bis 90er Jahren in Österreich. Vom Fernsehprogramm FS 1 & 2 und dessen legendären Sendungen, Brett-Spielinnovationen, die sehnsüchtig erwartet und angenommen wurden, wie Musik, Technik und vieles mehr, das eine Aufbruchsbestimmung begleitete, welche das „Offline Österreich“ zu einem Fundament und modernen Baustein der Gegenwart macht.

Doch wie sah dies nun im wahrsten Sinne des Wortes damals aus? Wie gestaltete sich die neue Medienwelt? Was waren einprägende Meilensteine und Wegbegleiter in Erinnerung oder revival?

Norbert Peter & Marco Seltenreich lassen in einem beeindruckenden Panoptikum Zeit&Gesellschaft in Wort&Bild im kompakten Schnelldurchlauf vorüberziehen und dabei beliebig einzuhaken und zu verweilen ob in Erinnerung oder Neugier und Interesse.

„Eine großartige kulturhistorische Zeitreise, die vielseitig eintauchen wie einzigartig lebendig werden und miterleben lässt.“

Offline Österreich – Eine Zeitreise durch die 70er, 80er und 90er, Norbert Peter, Marco Seltenreich. Braumüller Verlag

Gebunden, 240 Seiten

Format: 17,00×24,00

erschienen: 28.10.2026

ISBN-13: 978-3-99100-449-3

Preis: € 28,00

Walter Pobaschnig 11/26

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„MANCHE“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Peter Uhl/Helena May Heber/Florian Raphael Schwarz _ Wien/Salzburg 5.11.2026

Helena May Heber – Schauspielerin/Regisseurin/Bildhauern _ performing Malina _
am Original-Romanschauplatz Malina in Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann _

Walter Pobaschnig 8/21, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“

MALINA _Akrostichon

Text _ Peter Uhl, Regisseur, Schauspieltrainer und Autor _ Wien

Performance _ Helena May Heber, Schauspielerin, Regisseurin, Bildhauerin _ Salzburg

Performance _ Florian Raphael Schwarz _ Schauspieler _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

M
ANCHE

ABER

LASSEN DAS

ICH

NICHT

ATMEN

Peter Uhl, 9.10.26

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“

MALINA _Akrostichon

Text _ Peter Uhl, Regisseur, Schauspieltrainer und Autor _ Wien

Performance _ Helena May Heber, Schauspielerin, Regisseurin, Bildhauerin _ Salzburg

Performance _ Florian Raphael Schwarz _ Schauspieler _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Peter Uhl, Regisseur, Schauspieltrainer und Autor
Helena May Heber, Schauspielerin, Regisseurin, Bildhauerin
Florian Raphael Schwarz _ Schauspieler

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Peter Uhl _ privat.

Fotos: Helena May Heber – Schauspielerin/Regisseurin/Bildhauern _ performing Malina _
am Original-Romanschauplatz Malina in Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann _
Walter Pobaschnig 8/21

Fotos: Florian Raphael Schwarz _ Schauspieler _ Wien _
acting Malina _ Roman_Ingeborg Bachmann_Romanschauplatz Wien _
Walter Pobaschnig 4/22

Walter Pobaschnig, 9.10.2026

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„Für mich ist Bachmanns Schreiben wie ein mystischer See“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Peter Uhl, Regisseur _ Wien 5.11.2026

Ingeborg Bachmann _ Peter Uhl

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Peter Uhl, Regisseur, Schauspieltrainer und Autor _ Wien

Lieber Peter, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Als gebürtigen Kärntner war für mich Bachmann schon recht früh gegenwärtig, wobei mich anfangs vor allem ihre Lyrik und sie als Person interessierten und in den Bann zogen.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Für mich ist Bachmanns Schreiben wie ein mystischer See: beim ersten Blick auf die Oberfläche begegnet man einem wunderbaren Sprachwerk, das einen verführt, in eine lyrisch-romantische Richtung zu denken. Doch je länger man in das Wasser schaut, desto mehr Turbulenzen sind zu bemerken – und ehe man sich versieht, ist man auch schon in die Tiefe gezogen. 

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Ja, vielleicht ein Gedicht (Im Gewitter der Rosen, 1953):
Wohin wir uns wenden im Gewitter der Rosen,
ist die Nacht von Dornen erhellt, und der Donner
des Laubs, das so leise war in den Büschen,
folgt uns jetzt auf den Fuß.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Ich denke Bachmanns Kritik ist nach wie vor hoch aktuell, da sie nicht aus einzelnen Forderungen besteht, sondern ein System beschreibt, das besonders durch aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen (wieder) starrer und bedrohlicher geworden ist. Wenn also Gewalt als solches dadurch entsteht, dass Unmenschliches als „normal“ angesehen wird, bleibt die Frage, wie viel Zerstörung man akzeptiert, solange die Ordnung, die ein System hervorbringt, für einen selbst (noch) funktioniert? Oder anders gedacht: es geht um die Reflektion darüber, ob eine Handlung eine Notwendigkeit, ein Akt der Toleranz oder reine Bequemlichkeit ist und ob dadurch der schmale Grad zur Unmenschlichkeit (anderen und mir selbst gegenüber) überschritten wird – und ob ich gegebenenfalls diese Überschreitung vor mir selbst glaubhaft rechtfertigen kann oder nicht. Dieser Gedankenprozess ist den machtbesessenen und egomanischen Lenkern des (derzeitigen) Systems selbstverständlich nicht zu unterstellen. Aber in der Allgemeinheit könnte es doch dazu führen, dass solchen Personen die Unterstützung entzogen wird bzw. sie nicht mehr gewählt werden – um an dieser Stelle etwas träumen zu dürfen …

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Das Zitat sehe ich eher im Zusammenhang mit der vorhergegangenen Frage – und das Widerspiegeln des Systems in Beziehungen und der Liebe ist ein Symptom davon. Ob wir mit/nach Bachmann anders lieben, kann ich ehrlich gesagt nicht beantworten. Für mich persönlich mag ihr Schaffen einer von vielen Einflüssen gewesen sein, der vielleicht zu etwas mehr Achtsamkeit geführt hat.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Es wäre blauäugig zu glauben, dass der Beruf des*der Künstler*in nur ein freies, sorgloses Kanalisieren der Urkraft „Kreativität“ sei. Natürlich gibt es da auch Verzicht, Selbstzweifel, Blockaden, Phasen der Vereinsamung etc. – also eine gewisse Form des Martyriums. Und natürlich kann auch aus diesem Martyrium heraus effektive Kunst entstehen – ich persönlich sehe es aber nicht als notwendige Quelle sondern als eine (mögliche) Nebenwirkung.
In dem Zusammenhang muss ich immer an eine Situation denken, die angeblich zwischen Dustin Hoffman und Laurence Olivier während der Dreharbeiten zu „Marathon Man” stattgefunden haben soll: Hoffman kam verschwitzt und vollkommen erschöpft ans Set und meinte, er hätte seit Tagen nicht geschlafen, um sich vollkommen in den Zustand der Rolle in der Folter-Szene zu versetzen. Und Oliver erwiderte darauf: „My dear boy, why don’t you just try acting? It´s much easier!“  Zwar hat Hoffman später ergänzt, dass er „The Method“ nur als Ausrede für seinen Zustand wegen vorangegangener Partynächte benutzte, aber um auf den Punkt zurück zukommen:
Nach meinem Verständnis hat Kunstschaffende*r zu sein auch viel damit zu tun, den kreativen Prozess durch erlerntes Handwerk zu stabilisieren, um eben nicht aus dem Martyrium schöpfen zu müssen – denn das führt in weiterer Folge sehr wahrscheinlich zur Selbstzerfleischung und das kann in meinen Augen nicht Ziel von Kunst sein.   

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Ich denke, dass der Umgang mit der Sprache an sich in Bachmanns Werk besonders ist. Beziehungsweise das Paradoxon, dem sie sich selbst im Schreiben ausgesetzt hat: eine neue Sprache aus bestehenden Mitteln zu schaffen – wissend, wie Sprache funktionalisiert wird und genau das unterfüttert, was sie kritisiert.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Danke!

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Zur Zeit laufen die Vorbereitungen und ersten Proben für ein Projekt, wie ich es in der Form noch nie gemacht habe und deswegen besonders spannend für mich ist: ich habe zwei Theaterstücke geschrieben, die zwar von der Grundstruktur ident, aber mit unterschiedlichen Protagonist*innen besetzt sind (und natürlich auch mit anderen Darsteller*innen). Was also schon während des Schreibens ein „schielender“ Prozess war, darf sich nun mindestens genauso „schielend“ in meiner Regiearbeitet mit wundervollen Menschen fortsetzen. Die Endprodukte erleben dann Ende Februar 2027 ihre Premieren.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Aufhören können, das ist nicht eine Schwäche, das ist eine Stärke.“

Herzlichen Dank für das Interview!

Peter Uhl, Regisseur, Schauspieltrainer und Autor

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Peter Uhl _ privat.

Walter Pobaschnig, 9.10.2026

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„Leuchtend wie der Morgen, der die Dunkelheit vertreibt“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance & Bild _ Daniela Prokopetz, Künstlerin _ Niederösterreich 4.11.2026

Undine geht _
Daniela Prokopetz_Künstlerin _ Niederösterreich _ performing _
_ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien/Donau _
Walter Pobaschnig 7/26, folgende
„Undines Welt“ _
Bild von Daniela Prokopetz_Künstlerin _ Wien

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance & Bild _ Donau/Wien

LIEBE _ Akrostichon

Text & Performance&Bild _ Daniela Prokopetz_Künstlerin _ Niederösterreich

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

LIEBE

Leuchtend wie der Morgen, der die Dunkelheit vertreibt.

In ihrer Nähe wird jeder Augenblick kostbar.

Ehrlichkeit und Vertrauen sind ihre Wurzeln.

Behutsam schenkt sie Trost und Freude.

Ewig lebt sie in den schönsten Erinnerungen.

Daniela Prokopetz, 27.7.26

Undine geht _
Daniela Prokopetz_Künstlerin _ Niederösterreich _ performing _
_ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien/Donau _
Walter Pobaschnig 7/26

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance & Bild _ Donau/Wien

LIEBE _ Akrostichon

Text & Performance&Bild _ Daniela Prokopetz_Künstlerin _ Niederösterreich

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Daniela Prokopetz_Künstlerin _ Wien _ Bildserie

Zur Person: ARTIST STATEMENT 22.8.26

Website: Kunst Malerei | Daniela Prokopetz | Niederösterreich

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann.

Fotos: Undine geht _Daniela Prokopetz_Künstlerin _ Niederösterreich _ performing _
_ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _
Walter Pobaschnig 7/26,

Bilder/Undine/Wasserwelt _ von Daniela Prokopetz_Künstlerin _ Niederösterreich.

Walter Pobaschnig, 27.7.2026

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„Uns nicht raushalten und glauben, dass uns niemand zuhört“ _ 5 Fragen _ Christian Maurer, Schriftsteller _ Berlin 4.11.26

5 Fragen an Künstler:innen

Christian Maurer, Schriftsteller _ Berlin

Christian Maurer, Schriftsteller

Lieber Christian, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mindestens viermal pro Woche ins Museum zur Arbeit gehen. Jeden Tag glauben und hoffen, dass ich mein Buch endlich fertigbringe. Gelingt fast nie. Es muss alles passen. Gegessen muss nämlich auch werden, Kaffee getrunken auch.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nicht aufgeben. An allem dranbleiben, was uns wichtig ist. Uns nicht raushalten und glauben, dass uns niemand zuhört. Den Ärger durch Ventile ablassen und aus dem Druck Energie erzeugen. Es gibt so viel unnützen Ramsch, der uns täglich im Weg steht. Wir leiden darunter und bemerken nicht, dass der Ramsch unser Arbeitsmaterial ist. Ich glaube, jeder kann seinen Beitrag zu einem Etwas leisten, das wir gar nicht kennen. Künstler haben den Vorteil, dass sie ein Kommunikationsmedium haben, das nicht nur im Werk von Relevanz ist. Ich tue alles, um nicht zum Eigenbrötler zu werden. Es ist nicht leicht, sicher. Ein Beispiel zum Verständnis: Einem ehemaligen Arbeitskollegen, der vor zehn Jahren aus dem Tschad gekommen ist, der für 15 Euro Stundenlohn jeden Tag von Cottbus drei Stunden zur Arbeit fährt, hat irgendjemand durchs Fenster in die Wohnung geschossen. Es waren mehrere Schüsse, ins Kinderzimmer. Von der Polizei wird (noch) nicht ermittelt. Es ist Monate her. Ich arbeite neuerdings im Bode Museum. Vor kurzem wurden an den „Bruder“ liebe Grüße ausgerichtet, nicht dem Kollegen, dem Freund vielleicht.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Ehrlich gesagt, Walter, sehe ich keinen Aufbruch, keinen Neubeginn. Seit Jahren sehe ich Aufbrüche und Neubeginne, die mir völlig ausreichen, um jeden Tag fast zu resignieren. Fast! Ich weiß, wir Künstler sollten wissen, dass die Menschen, für die wir arbeiten, unsere Bücher und sonstigen Werke nie lesen, nie sehen werden. Wir haben die verdammte Pflicht, das, was wir gerne unsere Begabungen nennen, nicht achtlos versickern lassen sollen, sie nicht einpacken und mit „nach Hause“ nehmen dürfen. Das ist kein pathetisches Geschwafel. Ich würde auch gern von dieser, meiner „wirklichen“ Arbeit, leben können. Wichtig, oder besser wünschenswert, ist für mich in Wirklichkeit aber nur und ausschließlich, gelesen zu werden. Wir müssen die Leute rausreißen aus dem Alltäglichen, das ist Sinn der Kunst, der wirkliche Zweck unserer Arbeit. Viele wollen auch nicht rausgerissen werden, verstehe ich. Dann sollten sie aber auch nicht jammern.

Was liest Du derzeit?

„Natur und Gender“ von Christoph Türcke. Der Untertitel: Kritik eines Machbarkeitswahns.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Töten – das tun auch die Tiere, gelegentlich auch ihresgleichen. Aber rituell töten, in feierlicher Versammlung an einem bestimmten Ort nach einem festgelegten Schema: das ist ein exklusives Merkmal des Menschen“.

Vielen Dank!

Zur Person/über mich/Website: https://christianmaurer-autor.de/der-autor/ 15.9.2026

Foto: Christian Maurer _ Peter Zach

Walter Pobaschnig 15.9.2026

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„Mit“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Helena May Heber, Schauspielerin _ Salzburg 3.11.2026

Helena May Heber – Schauspielerin/Regisseurin/Bildhauern _ performing Malina _
am Original-Romanschauplatz Malina in Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann _

Walter Pobaschnig 8/21, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“ Wien

MALINA _ Akrostichon

Text & Performance _ Helena May Heber, Schauspielerin, Regisseurin, Bildhauerin _ Salzburg

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

MALINA

M
it

Allwissendem

Lächeln

Ins

Narbenreißende

Außen

Helena May Heber, 9.10.2026

Helena May Heber – Schauspielerin/Regisseurin/Bildhauern _ performing Malina _
am Original-Romanschauplatz Malina in Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann _

Walter Pobaschnig 8/21

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz „Malina“ Wien

MALINA _ Akrostichon

Text & Performance _ Helena May Heber, Schauspielerin, Regisseurin, Bildhauerin _ Salzburg

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Helena May Heber – Schauspielerin/Regisseurin/Bildhauern 

Zur Person/über mich: Helena May Heber
geboren 1997 in Salzburg, absolvierte 2016 ihre Ausbildung zur Bildhauerin an der HTBLA Hallstatt. Danach folgte das Schauspielstudium am Schauspielhaus Salzburg, das sie 2021 mit Diplom abschloss. Von 2018 bis 2021 war sie dort Teil des Jugend-Ensembles und verkörperte unter anderem Alice in „Alice im Wunderland“. Weitere Engagements führten sie an die TheaterArche Wien, das Theater ecce Salzburg, das Theater der Mitte, die Schauburg München, inscriptum und zu Opera Incognita.

2023 war sie unter anderem als Gretchen in „Faust“ bei den Festspielen der Stadt Dorfen zu erleben. Sie besuchte Kurse bei Keith Johnstone, Adrian Goiginger, Kristian Nekrasov und Marcelo Diaz.

2022 war sie als Regieassistentin und Inspizientin an der Schauburg München tätig. Für den Verein „Töchter der Kunst“ übernahm sie die Co-Regie für „Bravo Girl“ und bei theater.direkt die Regie für „Else (ohne Fräulein)“. Derzeit arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin, Bildhauerin/Ausstatterin und Regisseurin im deutschsprachigen Raum.

Über mich / Helena May Heber 10.10.2026

Website: Helena May Heber – junge Schauspielerin, Theaterregisseurin, Bildhauerin und Ausstatterin in und um Salzburg 10.10.26

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Fotos: Helena May Heber – Schauspielerin/Regisseurin/Bildhauern _
am Romanschauplatz Malina in Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann _
Walter Pobaschnig 8/21

Walter Pobaschnig, 9.10.2026

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