„einer gewaltdurchtränkten Welt die Stirn geboten“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Hubert Maria Moran, Schriftsteller _ Glanegg/Kärnten 14.3.2026

Ingeborg Bachmann _ Hubert Maria Moran

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Hubert Maria Moran, Schriftsteller, Künstler

Lieber Hubert, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Mein Zugang zu Ingeborg Bachmann war anfänglich in der Jugend, als ich meine Bettstatt im Klagenfurter Musil Haus, welches vormals dem Konsum gehörte unter der Woche hatte. Abends lernte ich im „Bierjokl“, ein Lokal in der 10. Oktobers Straße den gleichaltrigen „Gerd Jonke“ kennen. Am Tresen infizierte ich mich durch geistvolle Dialoge mit dem Ingeborg Bachmann-Virus. Humbert Fink sei Dank, er hatte das Wettlesen ins Leben gerufen.  Leider habe ich Gert, den ersten Bachmannpreisträger später aus den Augen verloren. Meine Jugendzeit war weniger behütet als die seine und vielen anderen in der damaligen Zeit.

Später verfolgte mich Ingeborg Bachmanns Stimme im Radio. Insbesondere waren es ihre Gedichte, die mich berührten. Sie besprachen die Ängste des Lebens, ähnlich wie bei Christine Lavant. Irgendwann gab es Toncassetten, auf denen mich ihre Stimme im Autoradio in den Bann zogen. Noch heute spiele ich häufig eine nachvertonte CD in meiner Audioanlage ab. Ich glaube zu meinen, es besteht eine Seelenverwandtschaft zwischen mir und der großartigen Dichterin. Was für sie, in den Texten das Feuer war, ist für mich das Blut und die vernehmbaren Schritte des nahenden Schnitters.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Das Besondere in ihrem Sprachduktus war die verankerte Melancholie und ihre Philosophie des individuellen Daseins. Die Furcht vor dem Feuertod war im Hinterher doch eine Prophezeiung.

  • „Gute Gedichte sind immer Produkte des kontrollieren Außersichseins, nicht von Innerlicher Schlafwandelei“

Thommas King

  • ERKLÄR MIR LIEBE“

Wasser weiß zu reden, die Welle nimmt die Welle an der Hand, Im Weinberg schwillt die Traube, springt und fällt, so arglos tritt die Schnecke aus dem Haus! Erklär mir, Liebe, was ich nicht erklären kann: Ein Stein weiß einen anderen zu erweichen! Erkläre mir, Liebe, was ich nicht erklären kann: sollt ich die kurze schauerliche Zeit nur mit Gedanken Umgang haben und allein nichts Liebes kennen und nichts Liebes tun? Muss einer denken? Wird er nicht vermisst? Du sagst:  es zählt ein anderer Geist auf ihn … Erklär mir nichts. Ich sehe den Salamander durch jedes Feuer gehen. Kein Schauer jagt ihn, und es schmerzt ihn nichts.

Ingeborg Bachmann

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Die gestundete Zeit, Anrufung des Großen Bären und alle ihre Gedichte.

  • „Er kam das Feuer immer wieder in ihren Texten eine Rüsselmaske sein Antlitz eine Patronentasche sein Gürtel einen Flammenwerfer seine Hand. Oder „von Schaukelstühlen heimlich gewordene Geschlechter stößt er sich ab“ – „außer sich geraten mit dem Feuerhelm verwundet er die Nacht.“

Wunderbare Essays und ihr vermischtes Schriftwerk zeigten ihre persönliche Note geistvoll auf. Die große Kärntner Autorin gab in ihren Tagebüchern vieles preis und ihre Beiträge las ich auch in internationalen Gazetten und Journalen. Texte wie „die blinden Passagiere“ waren epochal und für die vergangene Zeit eine stimmige Absprengung in der Lyrik zugunsten gehobener Literatur.  Der deutsche Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki bezeichnete Ingeborg Bachman überheblich als gefallene Lyrikerin. Heute würde er sich für seine unbedachte Äußerung entschuldigen.

„die Männer sind unheilbar krank…sie sind es, wussten sie das nicht? Alle…“ Ingeborg Bachmann in einem Interview, 1971 _ wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörerischen wie selbst zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Ingeborg Bachmann hat als Jugendliche auch den 2. Weltkrieg erlebt und ihre Texte bezüglich der Gesellschaftskritik waren nicht zerstörend. Einer patriarchalischen und gewaltdurchtränkten Welt hätte sie die Stirn geboten. Häme, Hetze und Hass in sozialen Medien sind leider gang und gebe, Ingeborg Bachmann wäre diesem Übel sicher textbewaffnet entgegengetreten!

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann Schreiben und Existenz in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises 1971. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Literatur und Kunst werden auch immer das persönliche Martyrium thematisieren. Literatur darf auch nicht schweigen und wegschauen, sondern den Finger auf die wunde Stelle legen, wo es weh tut. Ingeborg Bachmann hat alles besprochen, alles, was sie bewegt, oder gedrückt hat sie thematisiert. Die Welt brauchte ihr niemand mehr erklären.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ob sie wieder den Beruf einer Schriftstellerin ausüben würde.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

ERNTEZEIT

Ich habe weiterhin viel zu tun, bevor mich der Schnitter in die ewigen Jagdgründe holt. Am Ende meines achten Jahrzehnts ist es nach sechs Publikationen wieder an der Zeit, mein Buch „SIEGEL DES SEINS“ (ca. 348 Seiten, Arial Pt 10) in die literarische Umlaufbahn zu bringen.

„Immerfort bist du Dichter, als ob du keiner wärest. Du schreibst satirisch, melancholisch und lebensfroh. Entflammt bist du vom Traum der Vergangenheit und blutjung atmet jedes Gedicht in der Zukunft. Das oft einfach Scheinende und Naturgebundene liebst du unumwunden, bald wird es wieder in ein Buch gebunden. Sichtbar gute Laune rollt, wie in einer Kalesche sanft und weich am Fahrweg deiner Seele. Selbst lebst du im passenden Gehöft, abseits hinter dem Hügel, im aufgeschlagenen Land. Du atmest die klare Bergluft. Auf deiner Wiese äst das Wild vor dem Sensenschnitt, denn dort wächst üppig der wilde Klee im langen Schatten hoher Eichen. Das Abendlicht verschluckt deine Blicke weichen zu den Wiesenblumen hin und du genießt täglich das Sonnenlicht beim Entgegensehen deiner letzten Nacht!“

Hubert Maria Moran

Hubert Maria Moran, Schriftsteller, Künstler _
Mitglied beim Kärntner Schriftstellerverband, Kärntner Bildungswerk, IG Autoren Wien und Literar-Mechana Wien

Herzlichen Dank für das Interview!

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Fotos _ Portrait: Hubert Maria Moran_ privat.

Walter Pobaschnig, 22.2.26

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„Mauern schweigen“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Hubert Maria Moran/ Sylvia Caba _ Wien 14.3.2026

Sylvia Caba, Künstlerin _ Wien _ performing Malina _
Original Romanschauplatz _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.
Walter Pobaschnig 12/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA_ Akrostichon

Text _  Hubert Maria Moran, Schriftsteller, Künstler

Performance _ Sylvia Caba, Künstlerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Sylvia Caba, Künstlerin _ Wien _ performing Malina _
Original Romanschauplatz _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.
Walter Pobaschnig 12/24, folgende

MALINA

M
AUERN SCHWEIGEN

ABER NICHT IMMER

LEIDENSKERKER

INNERHALB

NOTLEIDEN

AUFGABE

Hubert Maria Moran, 23.2.26

Sylvia Caba, Künstlerin _ Wien _ performing Malina _
Original Romanschauplatz _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.
Walter Pobaschnig 12/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA_ Akrostichon

Text _  Hubert Maria Moran, Schriftsteller, Künstler

Performance _ Sylvia Caba, Künstlerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, 1962

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

 Hubert Maria Moran, Schriftsteller, Künstler
Sylvia Caba, Künstlerin _ Wien

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Hubert Maria Moran _ privat.

Fotos: Sylvia Caba, Künstlerin _ Wien _ performing Malina _
Original Romanschauplatz _ Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.
Walter Pobaschnig 12/24
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Walter Pobaschnig   23.2.26

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„Meerhin der Blick“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Friedrich G.Paff/Linda Pichler _ Wien 13.3.2026

Linda Pichler, Schauspielerin _  Wien   _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961. _
Walter Pobaschnig 9/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA_ Akrostichon

Text Friedrich G.Paff, Schriftsteller

Performance _ Linda Pichler, Schauspielerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Linda Pichler, Schauspielerin _  Wien   _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961. _
Walter Pobaschnig 9/24, folgende

MALINA

M
eerhin der Blick

Atme das Salz

Laß dich fallen

In die Wellen hinein

Nirgends ist Atem

Außer in dir

Friedrich G.Paff, 24.2.26

Linda Pichler, Schauspielerin _  Wien   _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961. _
Walter Pobaschnig 9/24, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA_ Akrostichon

Text Friedrich G.Paff, Schriftsteller

Performance _ Linda Pichler, Schauspielerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Friedrich G.Paff, Schriftsteller
Linda Pichler, Schauspielerin

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Friedrich G.Paff _ privat.

Fotos: Linda Pichler, Schauspielerin _  Wien   _
 performing „Undine geht“
 _ Donau/Wien _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961. _
Walter Pobaschnig 9/24
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Walter Pobaschnig   24.2.26

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„Wind, Salz und Klang“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _  Friedrich G.Paff, Schriftsteller _ Marburg/D 13.3.2026

Ingeborg Bachmann _ Friedrich G.Paff

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview_  Friedrich G.Paff, Schriftsteller

Lieber  Friedrich, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Das Glück gehabt, sie nie in der Schule oder an der Uni lesen zu müssen.

Auf Einladung der Kärtner Slowenen war ich mal in Klagenfurt, den großen steinernen Lindwurmdrachen dort gesehen, in einem Gasthof gewesen und dort vernommen, wie ein Literaturpapst dort immer speiste und Hof hielt, ehe die Bachmann-Wettbewerbe begannen. Vom Präsidenten des Kärntner Landtages Josef Schantl habe ich noch einen großen Bierkrug als Erinnerung.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Wind, Salz und Klang. Und das Wort ein Funke, ein Vers, ein Atem.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Ihre Gedichte.

Zum Beispiel : “Das Spiel ist aus“ oder  “Wahrlich“.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Sie hat gerochen, dass gesellschaftliche Zerstörungen tiefer liegen als Rollen, Klischees, Zuweisungen und Schablonen. Gebrandmarkt flieht das aufgescheuchte Wild in die Einsamkeit der Wälder oder in die Leere der Gassen oder in den abendlichen Trubel. Wie zerstörerisch ist allein dieses „heute“, was in den Feuilletons gerade angesagt Mode, heute ist, was “in“ ist. Aber in der Dichtung ist das heute immer auch schon ein ex.

Die Spannungsfelder der Geschlechterrollen weiß Elfriede Jellinek besser auszuleuchten. Aber interessant – Bachmann schreibt in ihrem Gedicht Exil, „ein Toter bin ich. Abgetan lange schon und mit nichts bedacht“. Sie schreibt nicht „eine Tote“.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Was wäre Liebe denn, wenn sie heilbar wäre. Liebe erklärt sich nie. Das Zittergras würde sofort verbrennen.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Ja.

Um mit ihren Worten es zu sagen, sonst leuchten wir das Dunkel mit den Fingerspitzen nicht aus. Rollen die Blutorangen nicht.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Über den Tag hinaus den Horizont zu sehen. Die Weite des Meeres und in sich den Auftrag, der selbstzerstörerisch und schöpferisch zugleich, den eigenen Vater zu erfassen und zu bewältigen. Der Auftrag in ihr, auch wo sie diesen nicht äußert, welches Du der Opfer hat überlebt, das uns von unseren eigenen Schatten erlöst.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Böhmen liegt nicht am Meer

und der Hades nicht nur in der Unterwelt

Orpheus durchstreift die Reiche

wo ungeschieden Leben und Tod

Sensen und Blühen des Grases

in der höchsten Lust der Tod

schon zuckt, in den Fossilien noch

rauscht das Meer, Franziskus

seine Gebeine jetzt sichtbar

füttert die Vögel, Gott wartet

auf Dante wenn er die Höllen

durchstreift, an der ligurischen

Küste in Lerici einem einsamen

Fischerdorf brennen die Kähne

verspannen die Netze sich

glänzen Muscheln weiß im Sand

lösen alle Netze sich auf

knoten nie mehr sich zu

geht die Sonne auf oder unter

über den sieben Hügeln von Rom

plätschern die Brunnen

stauben sich Plätze und Straßen

dass Du ist immer der andere

nie erreichbar, nur ersehnt

es zählt nur die Dichtung

das Wort, Atem ist nur

im Schweigen das sich

dem Geplärre entzieht

in den Nischen der Wände

ruht das Licht in Schatten sich aus

wenn die Nacht hereinkommt

vom Fluss her noch Lichter

was bleibt ein Funke, ein Vers

ein Atem, zieht alles sich glatt

zündet eine Zigarette sich an

schreibt eine Dichterin der Schritt

ins Leere ist der letzte Schritt

doch das Lied überm Staub danach

wird uns übersteigen

*  * *

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Meine Texte sichern. Fortfahren auf facebook meine autonome Gedichtproduktion. Leider keine Hilfe bei homepage, Wikipedia-Artikel usw.

Mich abfinden damit, dass meine geliebten Italienaufenthalte in Cartosio mir wohl nicht mehr gegönnt sind. Was sagt Ingeborg Bachmann über Italien:  Hier hab ich leben gelernt.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Im Gewitter der Rosen ist die Nacht von Dornen erhellt.

Ich seh den Salamander durch jedes Feuer gehen. Kein Schauer

jagt ihn, und es schmerzt ihn nichts.

Herzlichen Dank für das Interview!

Zur Person: http://www.friedrich-g-paff.de/

Friedrich G.Paff, Schriftsteller

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Friedrich G.Paff _ privat.

Walter Pobaschnig   24.2.26

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„Unter der Oberfläche beginnt die Wahrheit“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Rotraut Schöberl/Franziska Serokina Lindenthaler _ Wien 12.3.2026

Franziska Serokina Lindenthaler, SchauspielerinModeratorin_Wienperforming „Undine geht“ _ Donau/Wien 8/23 _
Walter Pobaschnig, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

UNDINE GEHT

Text _ Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien

Performance _ Franziska Serokina Lindenthaler, SchauspielerinModeratorin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

UNDINE

Unter der Oberfläche beginnt die Wahrheit

Nicht gehört werden – der älteste Schmerz

Die Liebe fordert alles

Ich spreche, doch ihr hört nicht

Nur im Wasser bin ich ganz

Euch verlasse ich, um mich zu retten

GEHT

Gewalt ist leise

Erinnerung bleibt

Herz und Sprache brechen

Trotzdem weitergehen

Rotraut Schöberl10.1.2026

Franziska Serokina Lindenthaler, SchauspielerinModeratorin_Wienperforming „Undine geht“ _ Donau/Wien 8/23 _
Walter Pobaschnig

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse in Macht und Zerstörung. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

UNDINE GEHT

Text _ Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien

Performance _ Franziska Serokina Lindenthaler, SchauspielerinModeratorin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien
Franziska Serokina Lindenthaler, SchauspielerinModeratorin_Wienperforming „Undine geht“

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann, Rom, 1962.

Foto: Rotraut Schöberl _  im Hof der evangelischen A.B. Lutherkirche _ Wien/Währing _ Sommer 2022_ Walter Pobaschnig.

Fotos: Franziska Serokina Lindenthaler, Schauspielerin, Moderatorin_Wienperforming „Undine geht“ _ Donau/Wien 8/23 _

Walter Pobaschnig, 10.1.2026

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„Selbsterkenntnis, rasches Lernen, Verantwortungsbewusstsein“ Tatjana Gregoritsch, Schriftstellerin _ Velden/Wörthersee 12.3.2026

Liebe Tatjana, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ein normaler Tag (wie es auch Virginia Woolf beschreibt): Noch immer halte ich an Bewährtem aus der 2jährigen Coronaisolation fest. Unspektakulär autistisch, wirkungsvoll in schönster Disziplin: Frühmorgens Lesehalbestunde Zeitungen, Bücher von Autorenkollegen, es stapelt sich an verschiedene Stellen im Haus, Sport, meinen Selbstversorgergarten und Haus besorgen, Büro-/Admin- und Schreibzeit, Küche, ich koche täglich, viel Buntes aus dem Garten, Ruhezeit, wenn nicht ein Termin, eine Lesung ansteht, kreative Schreibzeit 2. Schicht am Abend, oft des Längeren, bis Mitternacht.

Tatjana Gregoritsch, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wie zu allen Zeiten und in schwierigen besonders: Früher aufstehen,-), Bewegung, Reduktion, Freundlichkeit anderen gegenüber, Achtsamkeit, Konzentration, Zielbewusstsein, Dankbarkeit, mit Ressourcen gut haushalten, positiv gestimmt voll Energie und Kreativität die Dinge tun, für die man da ist. Zuversicht hellen Blicks – Gottvertrauen für jene, die glauben.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Selbsterkenntnis, rasches Lernen, Verantwortungsbewusstsein und Gespür dafür, was real umsetzbar ist. Kriege, neue Unsicherheiten, die strapazierte Umwelt stellen Weichen radikal neu. Umso mehr kommt es auf wirkungsvolle Arbeit an.

Was liest Du derzeit?

Neben Rechercheliteratur für mein nächstes Buch über die Karawanken lese ich immer mehreres gleichzeitig: Kate Crawford („Atlas der KI“), Hans-Markus Gauss („Schuldhafte Ungewissheit“), Andrej Rahten („Der Tod des Thronfolgers“), viel Historisches, aber auch Krimis, lieber sog. harte Kost als Weichgespültes. Jeden Freitag Wanderkarten, denn zu allen Jahreszeiten bin ich in Bergen unterwegs.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Als Sacrecoeuse in Wien erzogen: „Nichts blockiert den Geist Gottes mehr als ein Leben in Trägheit“ (Madeleine Sophie Barat) bedeutet für mich, sich immer wieder, nach Krankheit, Rückschlägen, Unfällen, aufraffen, voll Tatkraft und Humor, allen Widrigkeiten zum Trotz (nach meinem Lehrer Otto Schenk/Uni Wien/Theaterwiss.) und selbst meine ich: Etwas geht immer, Schritt für Schritt ,-)

Tatjana Gregoritsch, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Tatjana, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen: Tatjana Gregoritsch, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Tatjana Gregoritsch, aufgewachsen im Zentrum Wiens und in Kärnten. Studium Wien, Helsinki (Medien-, Film- und Theaterwissenschaften, Skandinavistik, Finno-Ugristik, Germanistik/ Fächerkombination, Wirtschaftsuniversität Wien/ postgraduate Lehrgang für Werbung und Verkauf (Mag. phil., akad. geprüfte Werbekauffrau). Kulturreferentin in Finnland (Diplomarbeit zum skandinavischen Film). Tätig in Verlagen, Werbung und in der IT. Eigene Agenturgründung „Empower“.. Längere berufliche Auslandsaufenthalte ua. in Finnland, Deutschland und England. Lebt seit 2006 in Kärnten und Wien, schreibt Prosa und Lyrik, betreibt Bergsport und fotografiert.

Veröffentlichte Sachbücher, Beiträge in Anthologien, regelmäßige Zeitungskolumne. 2020 Krimi Verschwunden im Meerauge, Hermagoras, Klagenfurt und Erzählband Fest am Land, Löcker, Wien. 2023 Lili Novy. Durch die Zeit/Skozi čas (zweisprachige Monographie über die in Slowenien berühmte Altösterreicherin, Autorin und Netzwerkerin ihrer Zeit).
2024 Brandalarm. Ein mörderisches Frauentrio. Krimi. Hermagoras, Klagenfurt, nach dem authentischen Kriminalfall „Hexentrio“ in Kärnten.
Demnächst erscheint bei Löcker, Wien: Samotans Leiche. Roman, Einem Mann holt um das Jahr 2000 seine Vergangenheit ein, Zeitgeschichte (russische Besatzung in Wien, Ostarbeiterinnen in Kärnten).
Mitglied PEN Club Austria, IG Autoren, Kärntner SchriftstellerInnenverband.

Homepage: Tatjana Gregoritsch – Bücher, Photos, Texte, Lyrik und Bilder – Schreiben

Aktueller Roman von Tatjana Gregoritsch:

Zum Roman: Tatjana Gregoritsch – Bücher, Photos, Texte, Lyrik und Bilder – Schreiben

Fotos: Portrait _ Tatjana Gregoritsch _  Ingrid Bolesch; Cover _ Verlag.

3.3.2026_Interview_Walter Pobaschnig

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John Lennon / Yoko Ono / David Sheff _ Die Ballade von John und Yoko _ Im Gespräch mit David Sheff _ Kamba Verlag

Es ist eines der bemerkenswertesten Interviews der Musik-, Kulturgeschichte, welches der in Boston/USA geborene Autor, Journalist David Sheff mit dem Künstlerehepaar John Lennon und Yoko Ono im Sommer 1980 in New York über einen Zeitraum von drei Wochen führt und dabei über künstlerische und private Stationen, Begegnen, Inspirationen und Ausblicke spricht und so die musikalische Karriere John Lennons (Beatles, Solokarriere, Projekte) wie die künstlerische Entwicklung Yoko Onos einzigartig öffnet. Bis heute ist dieses Interview ein Meilenstein in Dokumentation von Leben und Werk, das weit über den unmittelbaren Kontext hinausreicht und Kultur-, Gesellschaftsgeschichte der Zeit in Reflexion, Gestaltung und Erfahrung ganz anschaulich lebendig werden lässt.

Die Wiedergabe des Interviews ist eingebettet in den Rahmen von Kontaktaufnahme, Organisation wie das jeweilige Setting, das auch das Privatleben – das immer auch ganz nah an der Öffentlichkeit war – beleuchtet und so auch in das Spannungsfeld von Kunst und Wirkung (Rezeption/Fankultur) interessante Einblicke bietet.

Sehr bemerkenswert ist die Offenheit des Interviews, in dem Lennon und Ono sowohl Künstlerisches (Beatles/Bandgeschichte/Trennung_gemeinsame Projekte) wie Privates (Beziehungsleben) an- und aussprechen.

Es ist das letzte große Interview, das John Lennon im Jahr seiner Ermordung (8.12.1980 Ney York) führte.

„Ein Buch als einzigartiges Dokument der Musik-, und Kulturgeschichte!“

John Lennon / Yoko Ono / David Sheff _ Die Ballade von John und Yoko _ Im Gespräch mit David Sheff _ Kamba Verlag

Originaltitel: All We Are Saying. The Last Major Interview with John Lennon and Yoko Ono

Übersetzt von Paul Lukas

336 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag

€ (D) 26,– | sFr 35,90 | € (A) 26,80

ISBN 978-3-311-14062-7

Walter Pobaschnig 3/26

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„Freude ist Überlebensstrategie mit Hoffnung und Zuversicht!“ Roman Szeliga, Autor _ Wien 11.3.26

Lieber Roman, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich beginne jeden Tag mit einem neugierigen Augenaufschlag, zuerst links, dann rechts und dann mit einer wissenschaftlichen Studie: Ich überprüfe, ob mein Humor noch da ist. Wenn ja, kann ich aufstehen. J

Als Arzt weiß ich: Puls messen ist wichtig. Als Humorexperte weiß ich: Impuls setzen ist wichtiger. Mein Tagesablauf ist eine Mischung aus Schreiben, Denken, Staunen, Menschen treffen und ganz entscheidend: Lachen. Manchmal, – naja eigentlich sehr oft auch über mich selbst. Das spart Therapeut:innenhonorare und tut gut. Außerdem müssen es dann nicht die anderen tun.

Ich arbeite an Vorträgen, an Konzepten, an neuen Texten, an meiner nächsten „Freudeforschung im Feldversuch“. Feldversuch heißt: Supermarkt, U – Bahn Bahnhof, Flughafen, Veranstaltungshalle, Frühstück mit Frau und Hund. Das sind meine kreativen „Begegnungszonen“, also überall dort, wo das echte Leben stattfindet oder die Freude manchmal etwas schüchtern hinter dem Regal steht.

Und natürlich bin ich weiterhin mit den wunderbaren Menschen der CliniClowns verbunden, denn wer im Spital erlebt, dass ein Lächeln mitunter Schmerzmittel ersetzt und Trauer neu definiert, weiß: Freude ist kein Luxus. Sie ist Überlebensstrategie mit bereichernden Nebenwirkungen wie Hoffnung und Zuversicht!

Roman Szeliga, Autor

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir leben in einer Zeit, in der Empörung und Ängste schneller wachsen, als jeder Grashalm im warmen Frühling. Besonders wichtig ist mir daher bewusst Freude zu kultivieren.

Nicht als rosa Wattebausch über den Problemen. sondern als Haltung und innerer Energieproduzent. Freude ist nicht Lustig machen oder keckes Wegschauen von der Realität, sondern ein Hinschauen mit Herz.

Wir brauchen eine neue Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem Lachen. Denn Humor ist keine Ansammlung von Witzen und Pointen, sondern Perspektivenwechsel. Er hilft uns, das Drama des Lebens nicht mit einer langweiligen Dokumentation zu verwechseln.

Besonders wichtig ist mir hier: Verbundenheit. Und die beginnt oft mit einem simplen „Wie geht’s dir wirklich?“

Freude ist ansteckend. Und das ist die gute Nachricht, es gibt keine Impfung dagegen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Wissenschaft, der Kunst an sich zu?

Wir stehen weniger vor einem Neustart als vor einem Bewusststart.

Wesentlich wird sein, dass wir wieder lernen, Fragen zu stellen, ohne sofort Antworten zu googeln. Wissenschaft gibt uns Fakten und das ist großartig. Aber sie braucht Neugier, Zweifel und Demut.

Die Kunst wiederum gibt uns Bedeutung. Sie übersetzt Zahlen in Gefühle. Sie macht aus Statistik eine Geschichte.

Wissenschaft ohne Kunst wird steril. Kunst ohne Wissenschaft wird beliebig. Gemeinsam sind sie wie Herz und Hirn und beides sollte möglichst gut durchblutet sein. Da kenne ich mich aus, ich bin Arzt.

Ich glaube, wir brauchen auch mehr Leichtigkeit in der Forschung und mehr Forschung im Humor. Denn wer bereit ist wieder mehr mit Humor zu nehmen, ist bereits einen Evolutionsschritt weiter.

Was liest Du derzeit?

Ich lese alles, was mich überrascht. Bücher, Studien, Speisekarten.

Vielen Dank und bleiben wir auf Expedition. Nicht nach dem perfekten Leben. Sondern nach der lebendigen Freude.

Vielen Dank für das Interview, lieber Roman, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen: Roman Szeliga, Autor

Zur Person/über mich: Dr. med. Roman Szeliga, geboren in Wien, ist Arzt, Manager, Moderator, Vortragender und Autor. Die Klammer, die all das zusammenhält, ist der Humor als soziale Kompetenz, die in der Lage ist, Menschen zu motivieren, mitzureißen und zu führen. Als Mitbegründer der CliniClowns erkannte Roman Szeliga die positiven Auswirkungen des Humors auf die Heilung schwerkranker Kinder.

Heute setzt er sich dafür ein, dass auch Unternehmen das Potenzial des Humors erkennen und nutzen. Was das Wundermittel Humor im Berufs- und Privatleben alles bewirken kann und wie er das Potenzial der Digitalisierung ergänzt, erzählt Roman Szeliga in seinen rund 150 Vorträgen, die er pro Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz hält.

Er ist Launeus-Preisträger, Top Speaker of the Year und Mitglied in der Hall of Fame der German Speakers Association.

Buchneuerscheinung von Roman Szeliga:

„Freude macht das Leben leichter, die Beziehungen wärmer, den Kopf klarer, das Herz weiter. Und doch übergehen wir sie ständig. Nicht, weil sie verschwunden ist, sondern weil wir verlernt haben, sie zu fühlen. In seinem neuen Buch begibt sich Roman Szeliga auf eine sehr reale und doch ziemlich verrückte Reise: Er weist den Weg zu dem vielleicht schönsten Gefühl, das wir Menschen haben können – die Freude!
Dieses Buch ist eine humorvoll-ernsthafte Expedition durch Geschichten, Interviews, Denkanstöße und Alltagsbeobachtungen. Denn eines steht fest: Freude ist kein Luxus. Sie ist überlebenswichtig.“
(Pressetext Verlag)

Roman Szeliga, Expedition Freude. Amalthea Verlag.
Untertitel: Auf der Suche nach der schönsten Emotion der Welt
ISBN: 978-3-99050-302-7
Umfang: 240 Seiten
Preis: € 27,– / CHF 36,90
ET: 25.03.2026
Produktform: Hardcover
Maße: 12,8 cm x 21 cm

Foto: Roman Szeliga @ Studio Thomas Lerch; Cover _ Verlag.

3.3.2026_Interview_Walter Pobaschnig

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„Ego entwaffnen“ Roman Szeliga, Autor _ Give Peace A Chance _ Wien 11.3.26

Give peace a chance – meine innere Expedition ein bisschen philosophisch, ein bisschen mit Augenzwinkern:

In Give peace a chance steckt für mich…

G – Gier nach Leben.

I – Irritation als Weckruf.

V – Verlernen des Verbissenen.

E – Erstaunen statt Erklären.



P – Pause vom Perfektsein.

E – Ego entwaffnen.

A – Ankommen im Augenblick.

C – Charme gegen Schwere.

E – Einverstanden sein mit dem Unfertigen.



A – Aufbruch ins Unkontrollierbare.

C – Chaos umarmen.

H – Heiter scheitern.

A – Anders denken dürfen.

N – Nicht alles wissen müssen.

C – Chancen wittern im Widerstand.

E – Entspannt bedeutend sein.

Und plötzlich merkt man: Frieden ist kein politisches Programm. Er ist eine innere Haltung im Kleinen wie im Großen. Freude ist kein Dauerlächeln. Sie ist die elegante Form, dem Leben nicht ständig recht geben zu müssen und es trotzdem friedlich und freudvoll zu lieben.

Dr. Roman Szeliga, 3.3.2026

Roman Szeliga, Autor

GIVE PEACE A CHANCE

Roman Szeliga, Autor

Zur Person/über mich: Dr. med. Roman Szeliga, geboren in Wien, ist Arzt, Manager, Moderator, Vortragender und Autor. Die Klammer, die all das zusammenhält, ist der Humor als soziale Kompetenz, die in der Lage ist, Menschen zu motivieren, mitzureißen und zu führen. Als Mitbegründer der CliniClowns erkannte Roman Szeliga die positiven Auswirkungen des Humors auf die Heilung schwerkranker Kinder.

Heute setzt er sich dafür ein, dass auch Unternehmen das Potenzial des Humors erkennen und nutzen. Was das Wundermittel Humor im Berufs- und Privatleben alles bewirken kann und wie er das Potenzial der Digitalisierung ergänzt, erzählt Roman Szeliga in seinen rund 150 Vorträgen, die er pro Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz hält.

Er ist Launeus-Preisträger, Top Speaker of the Year und Mitglied in der Hall of Fame der German Speakers Association.

Buchneuerscheinung von Roman Szeliga:

„Freude macht das Leben leichter, die Beziehungen wärmer, den Kopf klarer, das Herz weiter. Und doch übergehen wir sie ständig. Nicht, weil sie verschwunden ist, sondern weil wir verlernt haben, sie zu fühlen. In seinem neuen Buch begibt sich Roman Szeliga auf eine sehr reale und doch ziemlich verrückte Reise: Er weist den Weg zu dem vielleicht schönsten Gefühl, das wir Menschen haben können – die Freude!
Dieses Buch ist eine humorvoll-ernsthafte Expedition durch Geschichten, Interviews, Denkanstöße und Alltagsbeobachtungen. Denn eines steht fest: Freude ist kein Luxus. Sie ist überlebenswichtig.“
 (Pressetext Verlag)

Roman Szeliga, Expedition Freude. Amalthea Verlag.
Untertitel: Auf der Suche nach der schönsten Emotion der Welt
ISBN: 978-3-99050-302-7
Umfang: 240 Seiten
Preis: € 27,– / CHF 36,90
ET: 25.03.2026
Produktform: Hardcover
Maße: 12,8 cm x 21 cm

Foto: Roman Szeliga @ Studio Thomas Lerch; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig, 3.3.2026

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Tanzende Frau, blauer Hahn. Dana Grigorcea. Roman. Penguin Verlag.

Tanzende Frau, blauer Hahn. Dana Grigorcea. Roman. Penguin Verlag.

Da ist das Schiff. Der Stromschlag. Und dann – Licht aus. Der Tod. Zwei Freunde, die im Hafen von Valencia ein verlassenes Industrieschiff betraten hatten, kehren nicht gemeinsam zurück. Camil stirbt und jetzt erinnert sich Roxana an gemeinsame Sommertage in Rumänien zwischen Berg, See und den vielen Gesichtern, Spielarten der Liebe, zwischen Stille und Risiko, Euphorie und Zweifel, Energie und dem (plötzlichen) Erlischen…dem Ende auch hier…

Der Blick zurück – die 1990er Jahre, Rumänien, die Freiheit des Aufbruchs und der lange Sommer im Garten bei der Großmutter und deren Schwester zwischen Tee auf Campingstühlen und dem Rauschen der Blätter, Begegnungen, Gesichtern, zwischen Morgen und Abend, zwischen Bohnen und Liebstöckl…

„Es war ein Kommen und Gehen, mit feierlichem Begrüßen und Verabschieden…und jeder durfte tun und lassen, was er wollte…“

Und die neugierigen Blicke von Camil und Roxana fielen auf Menschen und Wege und Orte, an denen sie verweilen in Nähe, Zuneigung, den kleinen Gesten, Bewegungen der Liebe…

Die Erinnerungen wachsen weiter zu Menschen, Orten, Wegen der Liebe da und dort in der sich öffnenden Welt der Sehnsucht, des Begehrens zwischen Augenblick und Dauer…

Dana Grigorcea, in der Schweiz lebende und vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin, unter anderem mit dem 3sat Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur 2015 in Klagenfurt (Bachmannpreis), legt einen wunderbaren Roman über Liebes- und Lebenswege vor, der das Lebensgefühl der 1990er Jahre zwischen Aufbruch und Freiheit in Europa mitreißend an der Wurzel von Seele und Zeit zu packen weiß und uns einlädt, einem fliegenden Teppich gleich die Vielfalt der Liebe staunend in der Ausnahmesprach- und Erzählkunst der Autorin staunend mit Witz, Charme und existentieller Tiefe zu erleben.

„Ein Lesegenuss der Sonderklasse!“

Tanzende Frau, blauer Hahn. Dana Grigorcea. Roman. Penguin Verlag.

Hardcover, mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 12,5×20,0cm

Erscheint am: 11.03.2026

ISBN: 978-3-328-60440-2 

Walter Pobaschnig 3/26

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