Linda Pichler, Schauspielerin _ Wien _ performing „Undine geht“ _ Donau/Wien _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961. _ Walter Pobaschnig 9/24, folgende
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Text & Performance
MALINA_ Akrostichon
Text_ Friedrich G.Paff, Schriftsteller
Performance _ Linda Pichler, Schauspielerin
Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig
Linda Pichler, Schauspielerin _ Wien _ performing „Undine geht“ _ Donau/Wien _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961. _ Walter Pobaschnig 9/24, folgende
MALINA
Meerhin der Blick
Atme das Salz
Laß dich fallen
In die Wellen hinein
Nirgends ist Atem
Außer in dir
Friedrich G.Paff, 24.2.26
Linda Pichler, Schauspielerin _ Wien _ performing „Undine geht“ _ Donau/Wien _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann. Erzählung 1961. _ Walter Pobaschnig 9/24, folgende
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Text & Performance
MALINA_ Akrostichon
Text_ Friedrich G.Paff, Schriftsteller
Performance _ Linda Pichler, Schauspielerin
Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig
Ingeborg Bachmann, Rom 1962
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.
„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.
Lieber Friedrich, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Das Glück gehabt, sie nie in der Schule oder an der Uni lesen zu müssen.
Auf Einladung der Kärtner Slowenen war ich mal in Klagenfurt, den großen steinernen Lindwurmdrachen dort gesehen, in einem Gasthof gewesen und dort vernommen, wie ein Literaturpapst dort immer speiste und Hof hielt, ehe die Bachmann-Wettbewerbe begannen. Vom Präsidenten des Kärntner Landtages Josef Schantl habe ich noch einen großen Bierkrug als Erinnerung.
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Wind, Salz und Klang. Und das Wort ein Funke, ein Vers, ein Atem.
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?
Ihre Gedichte.
Zum Beispiel : “Das Spiel ist aus“ oder “Wahrlich“.
Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?
Sie hat gerochen, dass gesellschaftliche Zerstörungen tiefer liegen als Rollen, Klischees, Zuweisungen und Schablonen. Gebrandmarkt flieht das aufgescheuchte Wild in die Einsamkeit der Wälder oder in die Leere der Gassen oder in den abendlichen Trubel. Wie zerstörerisch ist allein dieses „heute“, was in den Feuilletons gerade angesagt Mode, heute ist, was “in“ ist. Aber in der Dichtung ist das heute immer auch schon ein ex.
Die Spannungsfelder der Geschlechterrollen weiß Elfriede Jellinek besser auszuleuchten. Aber interessant – Bachmann schreibt in ihrem Gedicht Exil, „ein Toter bin ich. Abgetan lange schon und mit nichts bedacht“. Sie schreibt nicht „eine Tote“.
Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?
Was wäre Liebe denn, wenn sie heilbar wäre. Liebe erklärt sich nie. Das Zittergras würde sofort verbrennen.
„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?
Ja.
Um mit ihren Worten es zu sagen, sonst leuchten wir das Dunkel mit den Fingerspitzen nicht aus. Rollen die Blutorangen nicht.
Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?
Über den Tag hinaus den Horizont zu sehen. Die Weite des Meeres und in sich den Auftrag, der selbstzerstörerisch und schöpferisch zugleich, den eigenen Vater zu erfassen und zu bewältigen. Der Auftrag in ihr, auch wo sie diesen nicht äußert, welches Du der Opfer hat überlebt, das uns von unseren eigenen Schatten erlöst.
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Böhmen liegt nicht am Meer
und der Hades nicht nur in der Unterwelt
Orpheus durchstreift die Reiche
wo ungeschieden Leben und Tod
Sensen und Blühen des Grases
in der höchsten Lust der Tod
schon zuckt, in den Fossilien noch
rauscht das Meer, Franziskus
seine Gebeine jetzt sichtbar
füttert die Vögel, Gott wartet
auf Dante wenn er die Höllen
durchstreift, an der ligurischen
Küste in Lerici einem einsamen
Fischerdorf brennen die Kähne
verspannen die Netze sich
glänzen Muscheln weiß im Sand
lösen alle Netze sich auf
knoten nie mehr sich zu
geht die Sonne auf oder unter
über den sieben Hügeln von Rom
plätschern die Brunnen
stauben sich Plätze und Straßen
dass Du ist immer der andere
nie erreichbar, nur ersehnt
es zählt nur die Dichtung
das Wort, Atem ist nur
im Schweigen das sich
dem Geplärre entzieht
in den Nischen der Wände
ruht das Licht in Schatten sich aus
wenn die Nacht hereinkommt
vom Fluss her noch Lichter
was bleibt ein Funke, ein Vers
ein Atem, zieht alles sich glatt
zündet eine Zigarette sich an
schreibt eine Dichterin der Schritt
ins Leere ist der letzte Schritt
doch das Lied überm Staub danach
wird uns übersteigen
* * *
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Meine Texte sichern. Fortfahren auf facebook meine autonome Gedichtproduktion. Leider keine Hilfe bei homepage, Wikipedia-Artikel usw.
Mich abfinden damit, dass meine geliebten Italienaufenthalte in Cartosio mir wohl nicht mehr gegönnt sind. Was sagt Ingeborg Bachmann über Italien: Hier hab ich leben gelernt.
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
Im Gewitter der Rosen ist die Nacht von Dornen erhellt.
Ich seh den Salamander durch jedes Feuer gehen. Kein Schauer
„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse in Macht und Zerstörung. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.
UNDINE GEHT
Text _ Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien
Liebe Tatjana, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ein normaler Tag (wie es auch Virginia Woolf beschreibt): Noch immer halte ich an Bewährtem aus der 2jährigen Coronaisolation fest. Unspektakulär autistisch, wirkungsvoll in schönster Disziplin: Frühmorgens Lesehalbestunde Zeitungen, Bücher von Autorenkollegen, es stapelt sich an verschiedene Stellen im Haus, Sport, meinen Selbstversorgergarten und Haus besorgen, Büro-/Admin- und Schreibzeit, Küche, ich koche täglich, viel Buntes aus dem Garten, Ruhezeit, wenn nicht ein Termin, eine Lesung ansteht, kreative Schreibzeit 2. Schicht am Abend, oft des Längeren, bis Mitternacht.
Tatjana Gregoritsch, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Wie zu allen Zeiten und in schwierigen besonders: Früher aufstehen,-), Bewegung, Reduktion, Freundlichkeit anderen gegenüber, Achtsamkeit, Konzentration, Zielbewusstsein, Dankbarkeit, mit Ressourcen gut haushalten, positiv gestimmt voll Energie und Kreativität die Dinge tun, für die man da ist. Zuversicht hellen Blicks – Gottvertrauen für jene, die glauben.
Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Selbsterkenntnis, rasches Lernen, Verantwortungsbewusstsein und Gespür dafür, was real umsetzbar ist. Kriege, neue Unsicherheiten, die strapazierte Umwelt stellen Weichen radikal neu. Umso mehr kommt es auf wirkungsvolle Arbeit an.
Was liest Du derzeit?
Neben Rechercheliteratur für mein nächstes Buch über die Karawanken lese ich immer mehreres gleichzeitig: Kate Crawford („Atlas der KI“), Hans-Markus Gauss („Schuldhafte Ungewissheit“), Andrej Rahten („Der Tod des Thronfolgers“), viel Historisches, aber auch Krimis, lieber sog. harte Kost als Weichgespültes. Jeden Freitag Wanderkarten, denn zu allen Jahreszeiten bin ich in Bergen unterwegs.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Als Sacrecoeuse in Wien erzogen: „Nichts blockiert den Geist Gottes mehr als ein Leben in Trägheit“ (Madeleine Sophie Barat) bedeutet für mich, sich immer wieder, nach Krankheit, Rückschlägen, Unfällen, aufraffen, voll Tatkraft und Humor, allen Widrigkeiten zum Trotz (nach meinem Lehrer Otto Schenk/Uni Wien/Theaterwiss.) und selbst meine ich: Etwas geht immer, Schritt für Schritt ,-)
Tatjana Gregoritsch, Schriftstellerin
Vielen Dank für das Interview, liebeTatjana,viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Tatjana Gregoritsch, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Tatjana Gregoritsch, aufgewachsen im Zentrum Wiens und in Kärnten. Studium Wien, Helsinki (Medien-, Film- und Theaterwissenschaften, Skandinavistik, Finno-Ugristik, Germanistik/ Fächerkombination, Wirtschaftsuniversität Wien/ postgraduate Lehrgang für Werbung und Verkauf (Mag. phil., akad. geprüfte Werbekauffrau). Kulturreferentin in Finnland (Diplomarbeit zum skandinavischen Film). Tätig in Verlagen, Werbung und in der IT. Eigene Agenturgründung „Empower“.. Längere berufliche Auslandsaufenthalte ua. in Finnland, Deutschland und England. Lebt seit 2006 in Kärnten und Wien, schreibt Prosa und Lyrik, betreibt Bergsport und fotografiert.
Veröffentlichte Sachbücher, Beiträge in Anthologien, regelmäßige Zeitungskolumne. 2020 Krimi Verschwunden im Meerauge, Hermagoras, Klagenfurt und Erzählband Fest am Land, Löcker, Wien. 2023 Lili Novy. Durch die Zeit/Skozi čas (zweisprachige Monographie über die in Slowenien berühmte Altösterreicherin, Autorin und Netzwerkerin ihrer Zeit). 2024 Brandalarm. Ein mörderisches Frauentrio. Krimi. Hermagoras, Klagenfurt, nach dem authentischen Kriminalfall „Hexentrio“ in Kärnten. Demnächst erscheint bei Löcker, Wien: Samotans Leiche. Roman, Einem Mann holt um das Jahr 2000 seine Vergangenheit ein, Zeitgeschichte (russische Besatzung in Wien, Ostarbeiterinnen in Kärnten). Mitglied PEN Club Austria, IG Autoren, Kärntner SchriftstellerInnenverband.
Es ist eines der bemerkenswertesten Interviews der Musik-, Kulturgeschichte, welches der in Boston/USA geborene Autor, Journalist David Sheff mit dem Künstlerehepaar John Lennon und Yoko Ono im Sommer 1980 in New York über einen Zeitraum von drei Wochen führt und dabei über künstlerische und private Stationen, Begegnen, Inspirationen und Ausblicke spricht und so die musikalische Karriere John Lennons (Beatles, Solokarriere, Projekte) wie die künstlerische Entwicklung Yoko Onos einzigartig öffnet. Bis heute ist dieses Interview ein Meilenstein in Dokumentation von Leben und Werk, das weit über den unmittelbaren Kontext hinausreicht und Kultur-, Gesellschaftsgeschichte der Zeit in Reflexion, Gestaltung und Erfahrung ganz anschaulich lebendig werden lässt.
Die Wiedergabe des Interviews ist eingebettet in den Rahmen von Kontaktaufnahme, Organisation wie das jeweilige Setting, das auch das Privatleben – das immer auch ganz nah an der Öffentlichkeit war – beleuchtet und so auch in das Spannungsfeld von Kunst und Wirkung (Rezeption/Fankultur) interessante Einblicke bietet.
Sehr bemerkenswert ist die Offenheit des Interviews, in dem Lennon und Ono sowohl Künstlerisches (Beatles/Bandgeschichte/Trennung_gemeinsame Projekte) wie Privates (Beziehungsleben) an- und aussprechen.
Es ist das letzte große Interview, das John Lennon im Jahr seiner Ermordung (8.12.1980 Ney York) führte.
„Ein Buch als einzigartiges Dokument der Musik-, und Kulturgeschichte!“
John Lennon / Yoko Ono / David Sheff _ Die Ballade von John und Yoko _ Im Gespräch mit David Sheff _ Kamba Verlag
Originaltitel: All We Are Saying. The Last Major Interview with John Lennon and Yoko Ono
Lieber Roman, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich beginne jeden Tag mit einem neugierigen Augenaufschlag, zuerst links, dann rechts und dann mit einer wissenschaftlichen Studie: Ich überprüfe, ob mein Humor noch da ist. Wenn ja, kann ich aufstehen. J
Als Arzt weiß ich: Puls messen ist wichtig. Als Humorexperte weiß ich: Impuls setzen ist wichtiger. Mein Tagesablauf ist eine Mischung aus Schreiben, Denken, Staunen, Menschen treffen und ganz entscheidend: Lachen. Manchmal, – naja eigentlich sehr oft auch über mich selbst. Das spart Therapeut:innenhonorare und tut gut. Außerdem müssen es dann nicht die anderen tun.
Ich arbeite an Vorträgen, an Konzepten, an neuen Texten, an meiner nächsten „Freudeforschung im Feldversuch“. Feldversuch heißt: Supermarkt, U – Bahn Bahnhof, Flughafen, Veranstaltungshalle, Frühstück mit Frau und Hund. Das sind meine kreativen „Begegnungszonen“, also überall dort, wo das echte Leben stattfindet oder die Freude manchmal etwas schüchtern hinter dem Regal steht.
Und natürlich bin ich weiterhin mit den wunderbaren Menschen der CliniClowns verbunden, denn wer im Spital erlebt, dass ein Lächeln mitunter Schmerzmittel ersetzt und Trauer neu definiert, weiß: Freude ist kein Luxus. Sie ist Überlebensstrategie mit bereichernden Nebenwirkungen wie Hoffnung und Zuversicht!
Roman Szeliga, Autor
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Wir leben in einer Zeit, in der Empörung und Ängste schneller wachsen, als jeder Grashalm im warmen Frühling. Besonders wichtig ist mir daher bewusst Freude zu kultivieren.
Nicht als rosa Wattebausch über den Problemen. sondern als Haltung und innerer Energieproduzent. Freude ist nicht Lustig machen oder keckes Wegschauen von der Realität, sondern ein Hinschauen mit Herz.
Wir brauchen eine neue Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem Lachen. Denn Humor ist keine Ansammlung von Witzen und Pointen, sondern Perspektivenwechsel. Er hilft uns, das Drama des Lebens nicht mit einer langweiligen Dokumentation zu verwechseln.
Besonders wichtig ist mir hier: Verbundenheit. Und die beginnt oft mit einem simplen „Wie geht’s dir wirklich?“
Freude ist ansteckend. Und das ist die gute Nachricht, es gibt keine Impfung dagegen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Wissenschaft, der Kunst an sich zu?
Wir stehen weniger vor einem Neustart als vor einem Bewusststart.
Wesentlich wird sein, dass wir wieder lernen, Fragen zu stellen, ohne sofort Antworten zu googeln. Wissenschaft gibt uns Fakten und das ist großartig. Aber sie braucht Neugier, Zweifel und Demut.
Die Kunst wiederum gibt uns Bedeutung. Sie übersetzt Zahlen in Gefühle. Sie macht aus Statistik eine Geschichte.
Wissenschaft ohne Kunst wird steril. Kunst ohne Wissenschaft wird beliebig. Gemeinsam sind sie wie Herz und Hirn und beides sollte möglichst gut durchblutet sein. Da kenne ich mich aus, ich bin Arzt.
Ich glaube, wir brauchen auch mehr Leichtigkeit in der Forschung und mehr Forschung im Humor. Denn wer bereit ist wieder mehr mit Humor zu nehmen, ist bereits einen Evolutionsschritt weiter.
Was liest Du derzeit?
Ich lese alles, was mich überrascht. Bücher, Studien, Speisekarten.
Vielen Dank und bleiben wir auf Expedition. Nicht nach dem perfekten Leben. Sondern nach der lebendigen Freude.
Vielen Dank für das Interview, lieber Roman,viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Roman Szeliga, Autor
Zur Person/über mich: Dr. med. Roman Szeliga, geboren in Wien, ist Arzt, Manager, Moderator, Vortragender und Autor. Die Klammer, die all das zusammenhält, ist der Humor als soziale Kompetenz, die in der Lage ist, Menschen zu motivieren, mitzureißen und zu führen. Als Mitbegründer der CliniClowns erkannte Roman Szeliga die positiven Auswirkungen des Humors auf die Heilung schwerkranker Kinder.
Heute setzt er sich dafür ein, dass auch Unternehmen das Potenzial des Humors erkennen und nutzen. Was das Wundermittel Humor im Berufs- und Privatleben alles bewirken kann und wie er das Potenzial der Digitalisierung ergänzt, erzählt Roman Szeliga in seinen rund 150 Vorträgen, die er pro Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz hält.
Er ist Launeus-Preisträger, Top Speaker of the Year und Mitglied in der Hall of Fame der German Speakers Association.
Buchneuerscheinung von Roman Szeliga:
„Freude macht das Leben leichter, die Beziehungen wärmer, den Kopf klarer, das Herz weiter. Und doch übergehen wir sie ständig. Nicht, weil sie verschwunden ist, sondern weil wir verlernt haben, sie zu fühlen. In seinem neuen Buch begibt sich Roman Szeliga auf eine sehr reale und doch ziemlich verrückte Reise: Er weist den Weg zu dem vielleicht schönsten Gefühl, das wir Menschen haben können – die Freude! Dieses Buch ist eine humorvoll-ernsthafte Expedition durch Geschichten, Interviews, Denkanstöße und Alltagsbeobachtungen. Denn eines steht fest: Freude ist kein Luxus. Sie ist überlebenswichtig.“ (Pressetext Verlag)
Roman Szeliga, Expedition Freude. Amalthea Verlag. Untertitel: Auf der Suche nach der schönsten Emotion der Welt ISBN: 978-3-99050-302-7 Umfang: 240 Seiten Preis: € 27,– / CHF 36,90 ET: 25.03.2026 Produktform: Hardcover Maße: 12,8 cm x 21 cm
Foto: Roman Szeliga @ Studio Thomas Lerch; Cover _ Verlag.
Give peace a chance – meine innere Expedition ein bisschen philosophisch, ein bisschen mit Augenzwinkern:
In Give peace a chance steckt für mich…
G – Gier nach Leben.
I – Irritation als Weckruf.
V – Verlernen des Verbissenen.
E – Erstaunen statt Erklären.
P – Pause vom Perfektsein.
E – Ego entwaffnen.
A – Ankommen im Augenblick.
C – Charme gegen Schwere.
E – Einverstanden sein mit dem Unfertigen.
A – Aufbruch ins Unkontrollierbare.
C – Chaos umarmen.
H – Heiter scheitern.
A – Anders denken dürfen.
N – Nicht alles wissen müssen.
C – Chancen wittern im Widerstand.
E – Entspannt bedeutend sein.
Und plötzlich merkt man: Frieden ist kein politisches Programm. Er ist eine innere Haltung im Kleinen wie im Großen. Freude ist kein Dauerlächeln. Sie ist die elegante Form, dem Leben nicht ständig recht geben zu müssen und es trotzdem friedlich und freudvoll zu lieben.
Dr. Roman Szeliga, 3.3.2026
Roman Szeliga, Autor
GIVE PEACE A CHANCE
Roman Szeliga, Autor
Zur Person/über mich: Dr. med. Roman Szeliga, geboren in Wien, ist Arzt, Manager, Moderator, Vortragender und Autor. Die Klammer, die all das zusammenhält, ist der Humor als soziale Kompetenz, die in der Lage ist, Menschen zu motivieren, mitzureißen und zu führen. Als Mitbegründer der CliniClowns erkannte Roman Szeliga die positiven Auswirkungen des Humors auf die Heilung schwerkranker Kinder.
Heute setzt er sich dafür ein, dass auch Unternehmen das Potenzial des Humors erkennen und nutzen. Was das Wundermittel Humor im Berufs- und Privatleben alles bewirken kann und wie er das Potenzial der Digitalisierung ergänzt, erzählt Roman Szeliga in seinen rund 150 Vorträgen, die er pro Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz hält.
Er ist Launeus-Preisträger, Top Speaker of the Year und Mitglied in der Hall of Fame der German Speakers Association.
Buchneuerscheinung von Roman Szeliga:
„Freude macht das Leben leichter, die Beziehungen wärmer, den Kopf klarer, das Herz weiter. Und doch übergehen wir sie ständig. Nicht, weil sie verschwunden ist, sondern weil wir verlernt haben, sie zu fühlen. In seinem neuen Buch begibt sich Roman Szeliga auf eine sehr reale und doch ziemlich verrückte Reise: Er weist den Weg zu dem vielleicht schönsten Gefühl, das wir Menschen haben können – die Freude! Dieses Buch ist eine humorvoll-ernsthafte Expedition durch Geschichten, Interviews, Denkanstöße und Alltagsbeobachtungen. Denn eines steht fest: Freude ist kein Luxus. Sie ist überlebenswichtig.“ (Pressetext Verlag)
Roman Szeliga, Expedition Freude. Amalthea Verlag. Untertitel: Auf der Suche nach der schönsten Emotion der Welt ISBN: 978-3-99050-302-7 Umfang: 240 Seiten Preis: € 27,– / CHF 36,90 ET: 25.03.2026 Produktform: Hardcover Maße: 12,8 cm x 21 cm
Foto: Roman Szeliga @ Studio Thomas Lerch; Cover _ Verlag.
Tanzende Frau, blauer Hahn. Dana Grigorcea. Roman. Penguin Verlag.
Da ist das Schiff. Der Stromschlag. Und dann – Licht aus. Der Tod. Zwei Freunde, die im Hafen von Valencia ein verlassenes Industrieschiff betraten hatten, kehren nicht gemeinsam zurück. Camil stirbt und jetzt erinnert sich Roxana an gemeinsame Sommertage in Rumänien zwischen Berg, See und den vielen Gesichtern, Spielarten der Liebe, zwischen Stille und Risiko, Euphorie und Zweifel, Energie und dem (plötzlichen) Erlischen…dem Ende auch hier…
Der Blick zurück – die 1990er Jahre, Rumänien, die Freiheit des Aufbruchs und der lange Sommer im Garten bei der Großmutter und deren Schwester zwischen Tee auf Campingstühlen und dem Rauschen der Blätter, Begegnungen, Gesichtern, zwischen Morgen und Abend, zwischen Bohnen und Liebstöckl…
„Es war ein Kommen und Gehen, mit feierlichem Begrüßen und Verabschieden…und jeder durfte tun und lassen, was er wollte…“
Und die neugierigen Blicke von Camil und Roxana fielen auf Menschen und Wege und Orte, an denen sie verweilen in Nähe, Zuneigung, den kleinen Gesten, Bewegungen der Liebe…
Die Erinnerungen wachsen weiter zu Menschen, Orten, Wegen der Liebe da und dort in der sich öffnenden Welt der Sehnsucht, des Begehrens zwischen Augenblick und Dauer…
Dana Grigorcea, in der Schweiz lebende und vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin, unter anderem mit dem 3sat Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur 2015 in Klagenfurt (Bachmannpreis), legt einen wunderbaren Roman über Liebes- und Lebenswege vor, der das Lebensgefühl der 1990er Jahre zwischen Aufbruch und Freiheit in Europa mitreißend an der Wurzel von Seele und Zeit zu packen weiß und uns einlädt, einem fliegenden Teppich gleich die Vielfalt der Liebe staunend in der Ausnahmesprach- und Erzählkunst der Autorin staunend mit Witz, Charme und existentieller Tiefe zu erleben.
„Ein Lesegenuss der Sonderklasse!“
Tanzende Frau, blauer Hahn. Dana Grigorcea. Roman. Penguin Verlag.
Hardcover, mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 12,5×20,0cm
Liebe Petra, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Am Anfang des Tages ertönen mindestens zwei Worte aus meinem Mund, gefolgt vom Rendezvous mit meiner Kaffeemaschine. Dann schreibe ich gute Nachrichten an mir wichtige Personen. Ich genieße die Ruhe am Morgen, da mich die Informationsflut, die ein Tag mitunter bereithält, manchmal geistig ertränkt. Sorgen mache ich mir diesbezüglich um junge Menschen, die meist nicht mehr so unbeschwert aufwachsen können.
Je lauter die Welt da draußen ist, umso achtsamer werde ich.
Angenehme Tagesabläufe schenken mir Kraft. Junge Menschen haben noch das größere Entwicklungspotential, daher ist es schön mit ihnen arbeiten zu dürfen, auch wenn es manchmal sehr herausfordernd ist.
Derzeit fehlt mir die Kreativität zum kontinuierlichen Schreiben, aber ich weiß, dass sie wieder kommt und darauf freue ich mich.
Abends genieße ich es wieder, wenn ich einen ruhigen Tagesausklang habe, ganz nach dem Motto „In der Ruhe liegt die Kraft“. Ich bin für vieles dankbar.
Petra Mickl, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Es ist schwierig zu sagen, was für uns alle wichtig ist, weil die Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben. Aber ein Grundrespekt sollte immer gegeben sein und ein wertschätzender Umgang miteinander.
Ebenso ein reflektierter Umgang mit sich und anderen Menschen, mehr Weisheit und Ressourcenschonung sowie den Blick auf das Gute nicht aus den Augen zu verlieren.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ich bin ein Kind der 70er. Es hat immer gesellschaftliche Herausforderungen gegeben, aber nicht in dieser Kontinuität. In unserer schnelllebigen Zeit läuft scheinbar einiges aus dem Ruder. Es gibt keine Stopptaste für die vielen Widersprüchlichkeiten, Dummheiten und Abgründe. Daher versuche ich in meinem persönlichen Umfeld Gutes zu bewirken und den Glauben nicht zu verlieren.
Die Sinne zu schärfen, die Antennen auszufahren und der emotionalen Intelligenz den Vortritt zu lassen, kann sicher nicht schaden. Die Literatur und Kunst bieten uns einerseits einen Unterschlupf und andererseits schärfen sie das Bewusstsein. Sie helfen zu erkennen, zu reflektieren und die Geschehnisse einzuordnen.
Was liest Du derzeit?
Ich lese derzeit die Anthologie Texte 6 „vorwerfen nachwerfen“ herausgegeben von Gernot Ragger. Mir gefällt, dass 22 Autoren/SchriftstellerInnen so unterschiedliche Zugänge zu einem vorgegebenen Thema haben.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Die Sprache der Poesie klingt anders als die Sprache der Ungeduld“.
„Schön wäre es, wenn schlimme Nachrichten mit dem Winter verschwinden würden. Wie ein Schneemann, der dahinschmilzt, weil seine Zeit vorüber ist“.
Vielen Dank für das Interview, liebe Petra,viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Petra Mickl, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Petra Mickl, geboren 1970 in Klagenfurt. Handelsschule, Matura an der Handelsakademie für Berufstätige, zum damaligen Zeitpunkt habe ich im Büro als Sekretärin gearbeitet. Ausbildung zur Sozialpädagogin. Abgeschlossenes Studium der Pädagogik sowie Grundlagen der Psychologie. Langjährige Tätigkeit im sozialen Bereich als Trainerin für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Diplomierte Mentaltrainerin.
Tätigkeit im pädagogischen Bereich mit Kindern bzw. Jugendlichen im Alter von ca. 10-14 Jahren als Sozial- bzw. Freizeitpädagogin.
Ich schreibe seit ca. 8 Jahren nebenberuflich.
Meine Werke: Die Farben des Lebens (2019), Mein Date mit der Zeit (2023) und Lichtallee (2024). Alle Bücher sind in „der wolf verlag“ erschienen. Ebenso bin ich in diversen Anthologien vertreten.
Vielleicht voller Demut dankbar sein für die kleinen Dinge im Leben oder
Einfach leben und leben lassen.
P rioritäten setzen und
E rkennen
A nderssein ist okay
C hansons singen und Leichtigkeit spüren
Einfach sein.
Am Anfang ist alles gut, oder?
C hancen für ein friedliches Miteinander sind im Hier und Jetzt
H eilsam für alle
Ach, wie könnte es auf Erden schön sein ohne Waffen und Gewalt
N iemand sollte leiden müssen
C hancen nicht nutzlos verstreichen lassen
Einmal Krieg ist mehr als genug!
Petra Mickl, 11.2.2026
Petra Mickl, Schriftstellerin
GIVE PEACE A CHANCE
Petra Mickl, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Petra Mickl, geboren 1970 in Klagenfurt. Handelsschule, Matura an der Handelsakademie für Berufstätige, zum damaligen Zeitpunkt habe ich im Büro als Sekretärin gearbeitet. Ausbildung zur Sozialpädagogin. Abgeschlossenes Studium der Pädagogik sowie Grundlagen der Psychologie. Langjährige Tätigkeit im sozialen Bereich als Trainerin für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Diplomierte Mentaltrainerin.
Tätigkeit im pädagogischen Bereich mit Kindern bzw. Jugendlichen im Alter von ca. 10-14 Jahren als Sozial- bzw. Freizeitpädagogin.
Ich schreibe seit ca. 8 Jahren nebenberuflich.
Meine Werke: Die Farben des Lebens (2019), Mein Date mit der Zeit (2023) und Lichtallee (2024). Alle Bücher sind in „der wolf verlag“ erschienen. Ebenso bin ich in diversen Anthologien vertreten.