„all die anfänge und die dinge wie sie enden“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Christoph Kleinhubbert/Ingala Fortagne _ Herne/D/Wien 26.5.2026

Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _
acting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text  Christoph Kleinhubbert, Schriftsteller _ Herne/D

Performance _ Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _
acting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23

MALINA

max und moritz und max inne graupen

all die anfänge und die dinge wie sie enden

lachen wie lange nicht mehr … es wird nicht gelingen

in der ewigen stadt brennt die wirklichkeit

nur der entkommt der sich davonstiehlt

auf den zug aufspringen als ginge es im leben immer nur ums weitermachen

Christoph Kleinhubbert, 3.5.26

Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _
acting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23
Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _
acting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text  Christoph Kleinhubbert, Schriftsteller _ Herne/D

Performance _ Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien 

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Christoph Kleinhubbert, Schriftsteller
Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Christoph Kleinhubbert _ privat.

Fotos: Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _
acting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23

Walter Pobaschnig, 3.5.26

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„ein prophetischer Blick auf die alten weißen Männer“ _100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Christoph Kleinhubbert, Schriftsteller _ Herne/D 26.5.2026

Ingeborg Bachmann _ Christoph Kleinhubbert

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Christoph Kleinhubbert, Schriftsteller _ Herne/D

Lieber Christoph, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Meine erste Begegnung mit Ingeborg Bachmann war die Lektüre von MALINA in einem Literaturkurs am Gymnasium. Das war gegen Ende der siebziger Jahre.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Sie findet klare und ehrliche Worte. Sie schafft es mit ihrer Sprache zu berühren (das kann so angenehm wie auch unangenehm sein).

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Nein, das kann ich nicht, dafür habe ich zu wenig von ihr gelesen. Dem Grunde nach ziehe ich ihre Gedichte ihren Prosatexten vor.  Ihren Band „Die gestundete Zeit“ finde ich ziemlich gut.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Der Satz von „den alten weißen Männern“ ist schon reichlich überstrapaziert worden (soweit ich weiß hat Frau Bachmann den auch nie gesagt) aber tatsächlich sind es gerade „alte weiße Männer“ die in einem, bis vor ein paar Jahren nicht für möglich gehaltenem Ausmaß Kriege führen, die Erde ausbeuten, Geld scheffeln, die Menschheit als Verhandlungsmasse ansehen, Wohn – und Lebensräume zerstören, vor Völkermord nicht zurückschrecken und die so unberechenbar sind, das man (mittlerweile vieler alter Sicherheiten beraubt) täglich mit weiteren, schlimmen Steigerungen des Wahnsinns rechnet. Da hatte Frau Bachmann mit ihrem Thema „die Männer sind unheilbar krank“ einen prophetischen Blick in die Zukunft getan. Ich denke aber, das heutige Ausmaß, das von der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt derzeit ausgeht, hätte sie sich in dieser Dimension nicht vorstellen können. Für mich sind das auch keine Menschen. Eher Monster in Menschenverkleidung … Monster, Aliens, was auch immer Nichtmenschliches im Kostüm eines alten weißen Mannes.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Ob mit oder ohne Frau Bachmann … wie wir lieben, wie wir leben wollen, müssen wir für uns selbst entscheiden. Ich denke: wenn ein Paar über sich, ihre Zusammengehörigkeit, ihr gemeinsames Leben reflektiert und sagt: Das haben wir gut gemacht, dann war es ein glückliches zusammen lieben und leben. (… nimm es als kleine Anspielung auf den Suhrkamp/Piper-Band zum Briefwechsel zwischen Bachmann und Frisch).

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Das Martyrium ist so ein religiös geprägter Begriff. Es beschreibt landläufig einen Prozess in dem man langes, schweres Leid und Leiden, extreme Qualen,  auf sich nimmt um Zeugnis abzulegen von Treue zu Gott. Oder Soldaten die unter unmenschlichsten Bedingungen in Schützengräben liegen und ihr Land verteidigen. Ich denke Schreiben ist ein Vorgang in dem man sich selbst in ziemlicher Einsamkeit begegnet und lernen muss sich selbst auszuhalten. Schreiben ist auch Befreiung, es ist zudem ein mächtiges kreatives Instrument. Wenn mir ein guter Text gelungen ist, bin ich glücklich, geradezu euphorisch und jedes Mal frage ich mich dann: Wird dir das noch einmal gelingen? Als „Schreibender“ zu existieren ist für mich ganz normal. Außenstehende mögen da manchmal denken, ich sollte mit meiner Zeit was Besseres anfangen. Insofern stimme ich Frau Bachmann bei „absonderliche Art zu existieren“ und „einsam“ voll zu.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Was ich in ihren Texten oft finde, ist eine Art von „Grundtraurigkeit“ die bei ihr zu Wort gekommen ist. Ohnmacht, Vergeblichkeit, Vergänglichkeit, Einsamkeit, Gebrechen und Krankheiten … und am Ende steht der Tod, er wird in jedem Fall siegen und das Leben und die Liebe werden verlieren. Eigentlich sind das die zentralen Themen der Menschheit und kommen in der Literatur, in der Musik, im Film und der Malerei immer wieder vor. 

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Diese Frage kann ich nur unter der Voraussetzung beantworten Ingeborg Bachmann und ich seien so gute Freunde gewesen, dass man sich „was fragen oder sagen dürfe“. Dann würde ich ihr sagen: Gib dich nicht auf. Such dir einen neuen Platz in dieser Welt. Übernimm für dich Verantwortung und lass ruhen, was nicht zu ändern ist.“ Und vor allem: „Schreib mehr Gedichte!“

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

2024 ist bei Ralf Friel im Verlag moloko + die MONDLANDUNG erschienen. Ein Buch mit Gedichten von mir und wunderbaren Collagen von Boris Kerenski. Wir haben nachgelegt und ein weiteres gemeinsames Projekt mit dem Titel SCHNITTWUNDEN liegt fertig bei moloko + und soll in diesem Jahr veröffentlicht werden. Dann wird es eine weitere Ausgabe des literarischen Magazins PRESSWURST geben. Sie wird wie sonst auch bei Rodneys Underground Press erscheinen. Ein drittes Projekt mit Boris Kerenski ist beinahe fertig und ich arbeite bereits an einem neuen Gedichtband als möglichen Nachfolger für den Gedichtband DER LETZTE SOMMER DER SCHÖNHEIT der 2024 bei Trikont Duisburg/Dialog Edition erschienen ist. Ich bin also momentan voll ausgelastetJ.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Es sind gleich die ersten 3 Zeilen ihres Gedichts „Alle Tage“ – „Der Krieg wird nicht mehr erklärt, / sondern fortgesetzt. Das Unerhörte / ist alltäglich geworden.“

Herzlichen Dank für das Interview!

Immer wieder gerne. Und vielen Dank für Deine Arbeit und Deinen unermüdlichen Einsatz für die Literatur und die Kunst.

Christoph Kleinhubbert, Schriftsteller

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Christoph Kleinhubbert _ privat.

Walter Pobaschnig, 3.5.26

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„das Existentielle, Trotzige, Kritische, Atemberaubende, Sinnliche, Visionäre“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Kerstin Hensel, Schriftstellerin _ Berlin 25.5.2026

Ingeborg Bachmann _ Kerstin Hensel

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview  _ Kerstin Hensel, Schriftstellerin _ Berlin

Liebe Kerstin, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Die ersten Bachmann-Gedichte las ich 1980. Da war ich 19. In der DDR gab es zu dieser Zeit nur spärliche Veröffentlichungen ihrer Werke. Für den Zirkel subversiver Literaten und Künstler, die mir damals die Augen öffneten, war Ingeborg Bachmann eine enorme Stimme, die das uns verordnete optimistische Welt- und Selbstverständnis gnadenlos zu den Utopien legte. Sie geriet für uns zur Ikone, zum Mythos und war gleichsam eine von unerfüllbaren Träumen überwältigte und überwältigende Realistin.

Was macht das Besondere von Bachmanns Schreibens aus?

Das abgründig Poetische, die Tiefe ihre Suchbewegungen, das Existentielle, Trotzige, Kritische, Atemberaubende, Sinnliche, Visionäre.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Die Gedichte. Die Erzählungen.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Dito.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971)  wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Nach wie vor lieben wir die „unheilbar kranken Männer“. Immer wieder. Mit den gleichen Fragen/Klagen an uns selbst. Immer weiter. Immer anders.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Keiner, dem das Schreiben eine ernste Leidenschaft ist, tut das aus tiefster Lebenszufriedenheit. Ich, die an keinen Gott, doch an die Wirksamkeit der Kunst glaubt, ziehe harte Arbeit, gepaart mit Lust/Erkenntnis dem Martyrium vor.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Dass sie „Dunkles sagt“, um dem Leser Hellsicht zu ermöglichen.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Nichts. Die Antworten auf Fragen, die ich habe, stehen in ihren Texten.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Einen Roman schreiben, in dem die Abbruchkanten der Gesellschaft und der Liebe aufscheinen. Im Hintergrund wird die Ostsee rauschen.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Kein Sterbenswort, ihr Worte!“

Herzlichen Dank für das Interview!

Kerstin Hensel, Schriftstellerin

Zur Person: Kerstin Hensel – Schriftstellerin – Autorin – Biographie

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Kerstin Hensel _ Renate von Mangoldt

Walter Pobaschnig, 4.5.26

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„Ihr fändet Utopie wahrscheinlich schöner“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Bild & Performance _ Pola Polanski/Zeynep Alan _ Stuttgart/Wien 25.5.2026

Station bei Malina_
Zeynep Alan, Schauspielerin_Wienacting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 11/23
Ingeborg Bachmann _ „Bildserie „Das Rumoren der Toten“_
Pola Polanski, Künstlerin, Schriftstellerinfolgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text&Performance

UNDINE GEHT_ Akrostichon

Text & Bild _ Pola Polanski, Künstlerin, Schriftstellerin

Performance _ Zeynep Alan, Schauspielerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Station bei Malina_
Zeynep Alan, Schauspielerin_Wienacting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 11/23

UNDINE GEHT

Unmöglich finde ich die Verbindung von KI und Neofaschismus

Nein, so geht das einfach nicht.

Diese Welt rennt entweder in eine Apokalypse oder eine Utopie

Ihr fändet Utopie wahrscheinlich schöner.

Neue schöne Welt am Abgrund

Es ist nicht lustig. Warum ich trotzdem lache, weiß ich nicht.

Grabt euch doch alle selbst euer Grab. Ihr kehrt nicht zurück.

Einfallspinsel richten an allen Rändern der Welt ein Chaos an.

Heute schonmal gelacht. Ich empfehle Stand-Up-Comedy

Totalitarismus müsste heute doch nicht mehr möglich sein.

Pola Polanski, 2.3.2026

Station bei Malina_
Zeynep Alan, Schauspielerin_Wienacting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 11/23
Station bei Malina_
Zeynep Alan, Schauspielerin_Wienacting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 11/23

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text&Performance

UNDINE GEHT_ Akrostichon

Text & Bild _ Pola Polanski, Künstlerin, Schriftstellerin

Performance _ Zeynep Alan, Schauspielerin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Pola Polanski, Künstlerin, Schriftstellerin

Zu Person/Werk: Pola Polanski – The dark Side of the World

Zum Projekt: Pola Polanski _ Das Rumoren der Toten

Das Zunehmen von rechtslastigen Politiker:innen auf der Welt, so auch in Deutschland,
hat mich dazu bewogen, an die Geschehnisse und das Grauen im zweiten Weltkriegs zuerinnern. Noch heute rumoren die vielen Toten durch die Zeit. Meine Arbeiten stellen ein Mahnmal dar und appellieren an die künstlerische Freiheit.

Erstens male ich Portraits von Künstlerinnen
und Schrifstellerinnen, die im Nationalsozialismus gelebt haben,  in schwarz-weiß
Überlebensgröße (160 x 200 cm groß) Kohle auf Papier. Hier ist das Medium die Message. Kohle deshalb, weil es an die Asche, den Staub, den Ruß der verbrannten Leichen erinnern soll).

Zweitens male ich kleinere Portraits von den Frauen, die vom Nationalsozialismus tangiert worden sind,  im Format DIN A 3 in der Technik Tusche auf Papier.

Dritten versuche ich mir in kleinen Zeichnungen (A5) das Unfassbare, das dieser
Krieg angerichtet hat, klarzumachen in der Technik Fineliner in schwarz auf Papier.

So hat die Lyrikern Nelly Sachs zum Beispiel viele ihrer letzten Lebensjahre in Psychiatrien wegen Paranoia vor den Nazis verbracht. Auch das Beispiel der Lyrikerin Gertrud Kolmar ermahnt daran, was im Nationalsozialismus passiert ist. Sie wurde in Auschwitz vergast. Das nationalsozialistische Dritte Reich bedeutete auch Gewalt gegen Frauen, Kinder und Künstler:innen.

Folgende Frauen habe ich bis jetzt portraitiert:

Nelly Sachs, Gertrud Kolmar, Charlotte Salomon, Käthe Kollwitz, Else Lasker-Schüler,
Leonora Carrington, Gerlind Reinshagen, Elsa Morante, Ingeborg Bachmann, Selma Meerbaum, Ilse Aichinger, Elfriede Lohse-Wächtler, Ida Dehmel, Hannah Arendt, Edith Stein, Anna Seghers, Elfriede Jelinek

Zeynep Alan, Schauspielerin

Fotos/Portrait/Bilder „Das Rumoren der Toten“ : Pola Polanski

Fotos Zeynep Alan: acting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  _ 
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _ Walter Pobaschnig 11/23

Walter Pobaschnig   2.3.2026

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„Eine muss immer dran glauben“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Andrea Kerstinger/Ingala Fortagne _ Nikitsch/AT/Lörrach/D 24.5.2026

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  Andrea Maria Kerstinger, Schriftstellerin _ Burgenland/AT

Performance _  Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Lörrach/D

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _performing _
Original-Romanschauplatz „Malina“ _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971 _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23 folgende
Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _performing _
Original-Romanschauplatz „Malina“ _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971 _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23 folgende

UNDINE GEHT

Und immer noch kämpfen wir Eintagsfrauen, Wochenendfrauen, Lebenslangfrauen

Noch immer kämpfen wir gegen das Patriarchat

Die Unzulänglichkeiten, die Ungerechtigkeit, das System

In dem der eine mehr wert ist als die andere

Noch immer haben wir nicht erreicht, was wir wollen

Eine muss immer dran glauben

Gehen könnten wir, aufstehen, alles liegen lassen und gehen

Eine nach der anderen

Hätten wir unsere Kinder nicht und die Alten

Täten wir es, vielleicht täten wir es wirklich

Andrea Kerstinger, 3.5.26

Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _performing _
Original-Romanschauplatz „Malina“ _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971 _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23 folgende
Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _performing _
Original-Romanschauplatz „Malina“ _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971 _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text  Andrea Maria Kerstinger, Schriftstellerin _ Burgenland/AT

Performance _  Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Lörrach/D

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Andrea Maria Kerstinger, Schriftstellerin
Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Andrea Maria Kerstinger _ Anna Maria Kuzmits.

Fotos: Ingala Fortagne _ Sopranistin, Schauspielerin_ Wien _performing _
Original-Romanschauplatz „Malina“ _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971 _
100.Geburtstag _Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom) _
Walter Pobaschnig 8/23

Walter Pobaschnig, 3.5.26

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„niemand reiht Wörter wie Ingeborg Bachmann“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Andrea Kerstinger, Schriftstellerin _ Nikitsch/Bgld./AT 24.5.2026

Ingeborg Bachmann _ Andrea Maria Kerstinger

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Andrea Maria Kerstinger, Schriftstellerin _ Burgenland/AT

Liebe Andrea, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Zuallererst denke ich an den Bachmannpreis, der nach ihr benannt ist, und an Ingeborg Bachmann als Lyrikerin. Ich sehe sie vor mir, wie sie in einer Schwarz-weiß-Dokumentation mit feiner Stimme ihre Gedichte vorliest, verschüchtert gar. Später dann sagt sie, sie würde keine Gedichte mehr schreiben und das verwundert mich sehr. Kann man, wenn man einmal damit angefangen hat, wieder damit aufhören? Natürlich kann man sich anderen Dichtungsgattungen widmen, aber einmal Lyrikerin bleibt man das doch für immer, oder etwa nicht?

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Es ist diese besondere Anordnung von Wörtern, die in ihren Gedichten eine ganz eigenwillige Schwingung erzeugen und die auch ihre Prosatexte durchdringen. Die Wörter sind natürlich immer vorhanden, doch niemand reiht sie so aneinander wie Ingeborg Bachmann.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?

„Undine geht“ fasziniert mich neben ihren Gedichten wohl am meisten. Die Muse ist nicht nur stark und selbständig, Eigenschaften, die man eher Männern zuschreibt oder damals zugeschrieben hat und damit zutiefst feministisch, sondern sie unterwirft sich gleichzeitig auch der Liebe. Auch die Form ist äußerst ungewöhnlich und mäandert zwischen den Genregrenzen, ist Poem und Erzählung, und enthält dramatische Elemente. Das muss ein Text erst einmal schaffen.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Mich hätte interessiert, wie es war so zwischen all den männlichen Literaten und Schriftstellern, die ein starkes Renommée hatten und damals als gewichtiger angesehen wurden als eine weibliche Autorin. Es muss sich unfassbar schwierig gewesen sein sich zu behaupten. Zum Glück hat sich in der Zwischenzeit viel getan und auch der Begriff „Frauenliteratur“ ist am Verschwinden – das würde ich ihrem Autorinnen-Ich gerne zuflüstern, um ihr retrospektiv Mut zu machen.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Momentan komme ich nicht wirklich zum Schreiben, seit mein Debütroman „Klasse Frauen“ erschienen ist. Durch die vielen Lesungen und den Brotjob bin ich zurzeit ziemlich ausgelastet. Aber es gibt natürlich weitere Projekte, an denen ich zumindest gedanklich arbeite. Mein nächster Roman wird sich wieder um Frauen und das Burgenland drehen, es soll aber ein Generationenroman werden, so viel kann ich schon mal verraten.

Und durch die Beschäftigung mit Ingeborg Bachmann möchte ich auch selbst wieder mehr Gedichte schreiben.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Geh, Gedanke, solang ein zum Flug klares Wort dein Flügel ist“

(aus: Geh, Gedanke)

Herzlichen Dank für das Interview!

Andrea Maria Kerstinger, Schriftstellerin

Aktueller Roman von Andrea Maria Kerstinger:

Als Rebekka ein Maturatreffen initiiert, kommt Bewegung in das Leben jener Frauen, die sich seit ihrer Schulzeit im Burgenland kennen. Unterschiedliche Lebenswege, verdrängte Erinnerungen und verteidigte Entscheidungen treten zutage. Über das ganze Burgenland verteilt, spiegeln die Frauen die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Region wider: Burgenland-Kroatisch, Ungarisch, Hianzisch, Dialekt, Romani und Ukrainisch finden selbstverständlich Platz. Das Maturatreffen selbst bleibt ausgespart – und entsteht doch im Kopf der Leser:innen. Andrea Kerstinger zeichnet ein vielschichtiges Porträt von Frauen Mitte vierzig, geprägt von Solidarität, Lebensrealitäten und einer tiefen Verbundenheit mit dem Burgenland. (Pressetext_ Verlag)


Format: 13 x 20 cm; Broschur Seiten: 184
ISBN13: 978-3-903575-70-7 Preis: AT € 22,00 / DE € 21,40
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2026

Publikationen – Andrea Kerstinger

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Andrea Maria Kerstinger _ Anna Maria Kuzmits.

Walter Pobaschnig, 3.5.26

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„der Wahrheit verpflichtet“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Rudolf Kraus, Schriftsteller _ Wien 23.5.2026

Ingeborg Bachmann _ Rudolf Kraus

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, um 1970, Rom

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Rudolf Kraus, Schriftsteller _ Wien

Lieber Rudolf, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Sehr früh die Faszination von „Undine geht“, welches ich als junger Erwachsener „entdeckt“ habe und das mich beeindruckte.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Dichte, empathische Sprache, der Wahrheit verpflichtet.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Undine geht, Malina und Die Gedichte

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Diese Kritik ist nach wie vor unerlässlich und zeitgemäß. Ein Ausgleich zwischen Matriarchat und Patriarchat wäre notwendig.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Ich sehe es nur als Zitat, denn sonst wäre es eine Verallgemeinerung. Aber die Liebe ist ein Wechselspiel. Zudem denke ich, dass es bei Bachmann auch die Enttäuschung über das Ende der Beziehung mit Max Frisch widerspiegelt.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Aus meiner Sicht ist das Schreiben bzw. die Kunst sowohl Martyrium als auch eine Art Befreiung.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ob es ihr leichtgefallen ist Italienisch zu lernen.

Denn ihre Nachdichtung Ungarettis zeigt ein feinsinniges Sprachgefühl in der Art einer Muttersprachlerin.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Im September 2026 erscheint „Ludwigs Tagebuch“, das von mir in Erzählform gebrachte Kriegsgefangenentagebuch meines Urgroßvaters 1914-1920, an dem ich 7 Jahre gearbeitet habe. Und ich arbeite zurzeit an einem neuen Lyrikband, da gibt es aber noch keinen Termin.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Liegt Böhmen noch am Meer, glaub ich den Meeren wieder.
Und glaub ich noch ans Meer, so hoffe ich auf Land.“

(aus dem Gedicht „Böhmen liegt am Meer“)

Herzlichen Dank für das Interview!

Rudolf Kraus, Schriftsteller

Zur Person: Rudolf Kraus, * 1961 Wiener Neustadt (Niederösterreich). Aufgewachsen in Bad Fischau-Brunn (NÖ.), lebt als Schriftsteller und Bibliothekar i.R. in Wien.

Er war von April 2001 bis August 2024 Stv. Leiter der Hauptbücherei der Stadt Wien – Büchereien und ebendort als Leiter der Literaturabteilung (College 1) tätig, wo er u.a. den Bereich „Szene Österreich“ (zeitgenössische Literatur von österreichischen Autor*innen, auch von weniger bekannten, desgleichen aus Kleinverlagen) etablierte.

Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitungen, Zeitschriften, im Rundfunk und Fernsehen. Seine Gedichte wurden ins Englische, Albanische, Spanische, Türkische und Persische (Farsi) übersetzt.  Mitgliedschaften: Literaturkreis PODIUM, GAV – Grazer Autorinnen Autorenversammlung, Ö.D.A., Österreichischer Schriftstellerverband.

Bisher mehr als 30 Buchveröffentlichungen, darunter Prosa, eine Herausgeberschaft sowie etliche Gedichtbände.

Homepage: www.rudolfkraus.at

Veröffentlichungen (zuletzt):

Ausgewählte Lyrik. Wien: Podium Porträt 116, 2021.

Ludwigs Tagebuch. Ludwig Stifters Kriegsgefangenentagebuch 1914-1920. Wien: Verlagshaus Hernals, September 2026.

wenn ich am morgen schon abends. Gedichte. Mit Bildern von Kurt Giovanni Schönthaler. Wien: Verlagshaus Hernals, 2025.

mit zwei zungen. Gedichte von Mehrzad Hamzelo und Rudolf Kraus. Deutsch-Farsi. Wien: edition.fabrik.transit, 2025.

versvermessung.siebzehnsilber – silber. Mit S/W-Fotos des Autors. Verlagshaus Hernals, 2024.

Foto: Ingeborg Bachmann: Garibaldi Schwarze

Foto: Rudolf Kraus _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 3.5.26

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„gestern aber“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _  Rudolf Kraus/Katrin Fuchs _ Wien 23.5.2026

Katrin Fuchs, Sängerin und Schauspielerin _ Wien _
performing Undine geht _ Donau/Wien _
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 5/26 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance _ Donau/Wien

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text _ Rudolf Kraus, Schriftsteller _ Wien

Performance  _ Katrin Fuchs, Sängerin und Schauspielerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Katrin Fuchs, Sängerin und Schauspielerin _ Wien _
performing Undine geht _ Donau/Wien _
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 5/26 folgende
Katrin Fuchs, Sängerin und Schauspielerin _ Wien _
performing Undine geht _ Donau/Wien _
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 5/26 folgende

UNDINE GEHT


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nähert sich

dem

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neuen

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gestern aber

entstand unerwartet &

heimlich ein

tabu

Rudolf Kraus, 2.5.26

Katrin Fuchs, Sängerin und Schauspielerin _ Wien _
performing Undine geht _ Donau/Wien _
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 5/26 folgende
Katrin Fuchs, Sängerin und Schauspielerin _ Wien _
performing Undine geht _ Donau/Wien _
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 5/26 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance _ Donau/Wien

UNDINE GEHT _ Akrostichon

Text _ Rudolf Kraus, Schriftsteller _ Wien

Performance  _ Katrin Fuchs, Sängerin und Schauspielerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

 Rudolf Kraus, Schriftsteller
Katrin Fuchs, Sängerin und Schauspielerin

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Rudolf Kraus _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 3.5.26

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„nur aus dem wasser gestiegen, um zu richten“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Valerie Springer/Annkathrin Dehn _ Wien 22.5.2026

Undine geht _
Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _ Walter Pobaschnig 9/23, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA _ Akrostichon

Text  Valerie Springer, Schriftstellerin 

Performance _ Annkathrin Dehn, Tänzerin, Choreografin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Undine geht _
Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _ Walter Pobaschnig 9/23, folgende

U N D I N E   G E H T

unstet beklagend

nur aus dem wasser gestiegen, um zu richten

dunkles element, das die lüge nicht kennt

immerfort rufend nach dem, was wahr ist

nichts als die reinheit des urgrunds

ende der täuschung, anfang der flut

gegen die ordnung der welt

ewig fremd unter den menschen

heimkehr in die stumme tiefe

trennend das wort von der tat

Valerie Springer, 3.3.26

Undine geht _
Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _ Walter Pobaschnig 9/23, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA _ Akrostichon

Text _ Valerie Springer, Schriftstellerin 

Performance _ Annkathrin Dehn, Tänzerin, Choreografin

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961.

„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.

Valerie Springer, Schriftstellerin _ Romanschauplatz „Malina _ Wien _
Walter Pobaschnig 10/21
Undine geht _
Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _ Walter Pobaschnig 9/23, folgende

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Fotos: Valerie Springer, Schriftstellerin _ Romanschauplatz „Malina _ Wien _
Walter Pobaschnig 10/21.

Fotos: Undine geht _Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ Wien _ Walter Pobaschnig 9/23.

Walter Pobaschnig   3.3.2026

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„Die zwei Gesichter der Ingeborg Bachmann“ _ 100. Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Doris Fleischmann, Schriftstellerin _ Wien 22.5.2026

Ingeborg Bachmann _ Doris Fleischmann

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100. Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Doris Fleischmann, Schriftstellerin _ Wien 

Liebe Doris, welche Zugänge gibt es von dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Als ich Anfang der Neunziger Jahre in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (ÖGfL) gearbeitet habe, war Wolfgang Kraus, damals Präsident, sehr angetan von Ingeborg Bachmann und hat mir voller Stolz erzählt, dass er der erste gewesen wäre, dem sie „Böhmen liegt am Meer“ vorgelesen habe, damals Anfang der Sechziger Jahre in den Räumen der ÖGfL.

Ich denke, Ingeborg Bachmann hatte zwei Gesichter: das Gesicht der erfolgreichen, immer etwas zerbrechlich wirkenden Ausnahmeschriftstellerin, aber auch das Gesicht der privaten (und doch öffentlichen) Frau, die von der intellektuellen Gesprächspartnerin bis zur leidenden Geliebten so viele verschiedene Facetten in sich trug, die wohl nie alle ans Licht kommen werden.

Was macht das Besondere ihres Schreibens aus?

Ingeborg Bachmann ist unbestritten eine der wichtigsten österreichischen Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit. Sie hat sich mit der Rolle der Frau in der patriarchalischen Gesellschaft auseinandergesetzt, mit der nationalsozialistischen Vergangenheit unseres Landes (und ihres Vaters) und sie hat ihren eigenen literarischen Ton gefunden, eindringlich und klar. Wenn man sich Aufnahmen anhört, auf denen sie Gedichte und Prosa vorträgt, kann man sich ihrem Leserhythmus nicht entziehen.

Möchtest du bestimmte Werke hervorheben und warum?

In meinem Bücherschrank steht ein Band mit Ingeborg Bachmanns Erzählungen. Ich würde „Undine geht“ hervorheben: „Ihr Ungeheuer mit Namen Hans! Mit diesem Namen, den ich nie vergessen kann.“
„Hans“ fungiert hier als Chiffre für den männlich-enttäuschenden Liebhaber, und Ingeborg Bachmann hatte ja tatsächlich Liebhaber mit dem Vornamen Hans: Hans Weigel und Hans Magnus Enzensberger.
2016 haben wir in der AGA Arbeitsgemeinschaft Autorinnen ein ganzes Heft zum Thema „Alle Männer heißen Hans“ herausgebracht. Ich habe damals ein fiktives (natürlich sehr zynisches) Interview mit dem Verleger Hans W. Schmidt anlässlich seines 80. Geburtstages geschrieben: „Na ja. Wissen Sie, ich habe einfach nur mit den Augen zwinkern müssen, und keine Frau hat meiner Einladung zu einem Glas Wein widerstehen können oder zu einem Theaterbesuch oder zu einer kleinen Reise. (Lacht.)“

Was hättest du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ich hätte sie gerne persönlich kennengelernt, vor allem um mir ein eigenes Bild machen zu können. Die Mystifizierung von Ingeborg Bachmann habe ich nie verstanden. Sie war eine sehr widersprüchliche Person, denke ich, und dieser Mythos Bachmann ist bestimmt durch ihren frühen geheimnisvollen Tod entstanden. Ich hätte sie wahrscheinlich gefragt, wo sie sich zu Hause fühlt und wo sie schreiben kann.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Ich bin am Recherchieren und möchte kleine literarische Porträts schreiben.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Jahre kommen und vergehen, die Menschen kommen und gehen, und die Zeit und die Menschen wollen mir wohl, und ich habe meinen Platz unter der Sonne.“

Aus: Ingeborg Bachmann, Auch ich habe in Arkadien gelebt, Zeitschrift Morgen, Wien 1952

Herzlichen Dank für das Interview!

Doris Fleischmann, Schriftstellerin

Zur Person: Doris Fleischmann, geboren 1970 in Wiener Neustadt, lebt und arbeitet in Wien; viele Jahre im Kulturbetrieb tätig; schreibt Prosa. Regelmäßige Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, eine Co-Herausgeberschaft.

Ihr Debütroman „Alles, was bleibt oder Ein Haus in Wien“ erschien 2018 im Hollitzer Verlag, Wien. Im April 2022 erschien ihr Kurzgeschichtenband „Spaziergänger zwischen den Welten“ im Pilum Literatur Verlag, Strasshof an der Nordbahn.

Doris Fleischmann ist Mitglied beim Literaturkreis Podium, der Literaturgruppe Textmotor sowie der Arbeitsgemeinschaft Autorinnen. Mitglied des Österreichischen PEN-Clubs.

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann.

Foto: Doris Fleischmann _ privat.

Walter Pobaschnig   3.5.26

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